US-Börsen
GM und Altria verhelfen Wall Street ins Plus

Ein deutlicher Anstieg der Aktien von GM sowie wie der Philip-Morris-Mutter Altria hat an der Wall Street für gute Stimmung gesorgt. Allerdings zogen die Ölpreise wegen des nahenden Hurrikans "Wilma" wieder deutlich an.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verließ den Handel 0,59 Prozent höher mit 10.348 Zählern. Im Geschäftsverlauf hatte er sich zwischen 10.270 und 10.351 Stellen bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 0,3 Prozent auf 1190 Punkte zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte um 0,26 Prozent auf 2070 Stellen vor.

Lebhaft gefragt waren Händlern zufolge Aktien der Tabak-Industrie, nachdem die US-Regierung mit einem Antrag auf Wiederaufnahme des milliardenschweren Verfahrens gegen die Tabak-Branche vor dem höchsten US-Gericht gescheitert ist. Die Regierung hatte von den Konzernen 280 Milliarden Dollar gefordert. Davon profitierte vor allem Altria mit einem Kurssprung von gut sechs Prozent auf 74,96 Dollar.

Mit Erleichterung nahmen die Anleger auch die Einigung des mit Finanzproblemen kämpfenden weltgrößten Autokonzerns GM mit der Gewerkschaft über eine Reduzierung der Gesundheitskosten auf. Sie honorierten dies trotz eines überraschend hohen Quartalsverlustes der Opel-Muttergesellschaft mit einem kräftigen Kursaufschlag von mehr als 7,5 Prozent auf 30,09 Dollar.

Analysten zufolge bremsten zeitweise Gewinnmitnahmen nach den kräftigen Kurssteigerungen vom Freitag die Entwicklung der Börse. Darunter litten nach dem starken Plus in der Vorwoche vor allem die Aktien des Computerkonzerns Apple mit einem Minus von einem guten Prozent auf 53,44 Dollar. "Das dritte Quartal sieht für mich bisher recht ordentlich aus, aber ich sorge mich um die Ausblicke", sagte Malone. Die Unternehmen seien angesichts des unsicheren Umfeldes wohl nicht bereit, klare Voraussagen zu machen, fügte er hinzu.

Nur vorübergehend weckte der weltgrößte Finanzkonzern Citigroup das Interesse der Investoren. Nach anfänglichen Kursgewinnen fiel der Kurs der Aktien um ein gutes halbes Prozent auf 44,81 Dollar, obgleich das Institut einen deutlichen Gewinnzuwachs für das dritte Quartal ausgewiesen hatte. Dagegen griffen die Anleger beim größten US-Discountbroker Charles Schwab zu und trieben den Kurs der Papiere um 1,6 Prozent auf 13,34 Dollar in die Höhe. Schwab hatte im dritten Quartal einen Gewinn nach einem Verlust vor einem Jahr erwirtschaftet.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,52 Milliarden Aktien den Besitzer. 1792 Werte legten zu, 1505 gaben nach und 152 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von rund 1,28 Milliarden Aktien 1415 im Plus, 1586 im Minus und 150 unverändert. An den US-Kreditmärkten verloren die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel 3/32 auf 98-2/32 Punkte. Sie rentierten mit 4,495 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen im Kurs um 4/32 auf 109-23/32 Zähler. Dabei ergab sich eine Rendite von 4,713 Prozent.

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