US-Börsen im Plus
Buffett-Pläne geben Auftrieb

Die Aussagen von Warren buffet sorgten auch an der Wall Street für gute Stimmung. Die US-Indizes konnten, nach einen guten Start, im Tagesverlauf weiter zulegen und auch zum Börsenschluss waren fast alle im Plus. Einzig der Nasdaq fiel aus der Reihe.

HB NEW YORK. Hoffnungen auf eine Entspannung in der Kreditkrise haben den US-Börsen am Dienstag Gewinne beschert. Die Pläne des Multimilliardärs Warren Buffett, den angeschlagenen US-Anleiheversicherern Garantien abzunehmen, gaben der Wall Street während des gesamten Handelstages Auftrieb. Lediglich der Index der Technologiebörse Nasdaq schloss unverändert.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit 1,09 Prozent im Plus bei 12.373 Punkten. Im Verlauf hatte er sich zwischen 12.469 und 12.241 Stellen bewegt. Der breiter gefasste S&P-500 ging mit einem Plus von 0,73 Prozent bei 1348 Zählern aus dem Handel. Der Index der Technologiebörse Nasdaq lag unverändert bei 2320 Punkten. Nach einem positiven Handelsverlauf setzten den Index zuletzt Abschläge bei den Aktien von Apple und dem Blackberry-Hersteller Research In Motion zu. Blackberry-Nutzer hatten am Vortag mit einem dreistündigen Service-Problem zu kämpfen gehabt. In Frankfurt schloss der Dax 3,3 Prozent fester mit 6968 Punkten.

Buffett sagte dem Sender CNBC, seine Firma Berkshire Hathaway habe den beiden größten US-Bondversicherern MBIA und Ambac sowie dem Rivalen FGIC zur Absicherung kommunaler Anleihen von 800 Milliarden Dollar eine Offerte unterbreitet. An der Börse wird seit längerem befürchtet, die Anleiheversicherer könnten wegen der Finanzmarktkrise in Geldnöte kommen und damit die angespannte Situation vor allem bei Finanzinstituten verschärfen. Zwar habe Buffett nicht gesagt, dass alle Probleme vorbei seien, sagte David Bianco von UBS in New York. Allerdings werde durch sein Handeln klar, dass Leute, die etwas von der Sache verstünden, Finanztiteln einen großen Wert beimäßen. Trotz des Buffett-Angebots verloren Ambac-Aktien und die Papiere von MBIA jeweils über 15 Prozent. Händler erklärten dies damit, dass die hohen Risiken im Bestand der Firmen verbleiben würden, da kommunale Anleihen als vergleichsweise sicher gelten.

Die beiden größten US-Banken lagen dagegen im Plus. Citigroup-Papiere verteuerten sich um 1,5 Prozent, Bank of America gewannen 1,6 Prozent. Positive Quartalszahlen des Biotech-Konzerns Monsantound des Pharmaunternehmens Schering-Plough gaben deren Aktien Auftrieb. Monsanto lagen 0,89 Prozent im Plus, Schering-Plough 5,8 Prozent. Ein Auf und Ab erlebten die Aktien des größten US-Autobauers General Motors. Sie verloren zunächst rund ein Prozent, ehe sie ins Plus drehten und zu Handelsschluss wieder einen Kursverlust von knapp zwei Prozent verbuchten. Der Opel-Mutterkonzern hatte für das Gesamtjahr einen Verlust von fast 40 Milliarden Dollar ausgewiesen. Das Unternehmen kündigte zudem ein Abfindungsangebot für alle 74 000 gewerkschaftlich organisierten Arbeiter in Nordamerika an, für die neue Mitarbeiter zu niedrigeren Löhnen eingestellt werden sollen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,53 Milliarden Aktien den Besitzer. 1977 Werte legten zu, 1166 gaben nach und 95 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,2 Milliarden Aktien 1678 im Plus, 1287 im Minus und 116 unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 10/32 auf 98-22/32. Sie rentierten mit 3,658 Prozent. Die 30-jährigen Bonds sanken 29/32 auf 98-20/32 und hatten eine Rendite von 4,458 Prozent.

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