US-Börsen im Plus
Wall Street schließt mit Gewinn

Spekulationen über eine Zinssenkung in den USA haben der New Yorker Börse ein Plus beschert. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss am Montag 0,74 Prozent fester bei 13 727 Punkten. Zu den Gewinnern zählten die zuletzt so gebeutelten Finanztitel.

HB NEW YORK. Aussichten auf eine weitere Zinssenkung in den USA haben zum Wochenbeginn die New Yorker Börsen ins Plus getrieben. Händler erwarteten, dass die US-Notenbank Fed bei ihrer Sitzung am Dienstag den Leitzins um mindestens 25 Basispunkte reduzieren wird, um der Gefahr einer Rezession infolge der Kreditkrise zu begegnen. Für gute Stimmung an der Wall Street sorgten zudem Finanzspritzen für die Schweizer Großbank UBS und den weltgrößten Anleiheversicherer MBIA.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss am Montag 0,74 Prozent fester bei 13.727 Punkten. Im Verlauf hatte er sich zwischen 13.754 und 13.623 Zählern bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 0,75 Prozent auf 1515 Stellen zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,47 Prozent auf 2718 Punkte.

"Nachrichten über Finanzspritzen sind ermutigend", sagte Peter Jankovskis von OakBrook Investment. Die wichtigere Frage sei aber, ob die Finanzspritzen auch ausreichend seien. Die größte Bank der Schweiz UBS hatte wegen der Kreditkrise weitere Abschreibungen über zehn Milliarden Dollar gemeldet und für 2007 einen Verlust angekündigt. Die UBS erhält jedoch Hilfe aus Asien: Der Staatsfonds des Stadtstaates Singapur und ein Investor aus dem Nahen Osten steigen bei der Bank ein. "Eine Kapitalspritze ist möglicherweise die logische Folge eines Vertrauensbeweises", sagte Georges Yared von Yared Investment Research. "Und der Markt begrüßt die Offenheit von UBS über die große Abschreibung."

MBIA bekommt seinerseits eine Finanzspritze in Höhe von einer Milliarde Dollar vom Finanzinvestor Warburg Pincus. Die Ankündigung ließ die Aktien von MBIA an der Wall Street zeitweise um bis zu 25 Prozent in die Höhe schnellen. Zum Börsenschluss verzeichneten sie noch ein Plus von mehr als 13 Prozent auf 33,95 Dollar.

Das Hauptinteresse der Händler galt am Montag allerdings der US-Notenbank. "Heute konzentrieren wir uns darauf, was die Fed morgen machen wird", sagte Arthur Hogan von Jefferies & Co. Klar sei, dass die Notenbank den Leitzins noch einmal senken werde, "wir wissen aber nicht, wie stark". Derzeit liegt der US-Leitzins bei 4,5 Prozent.

In der Erwartung der weiteren Zinssenkung waren davon abhängige Firmen wie Banken, Kreditgeber und Baukonzerne gefragt. So wurden Titeln der unlängst gebeutelten Hypothekenbanken wie Countrywide Financial deutlich teurer gehandelt. Countrywide legten mehr als 8,4 Prozent zu. An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,2 Milliarden Aktien den Besitzer. 2026 Werte legten zu, 1141 gaben nach und 82 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von rund 1,8 Milliarden Aktien 1676 Titel im Plus, 1327 im Minus und 115 unverändert.

Die zehnjährigen Staatsanleihen gaben im späten Handel auf 100-23/32 Punkte nach. Sie rentierten mit 4,1567 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren auf 106-04/32 Zähler. Dabei ergab sich eine Rendite von 4,6190 Prozent.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%