US-Börsen
Ölpreisverfall lastet auf der Wall Street

Für die Ölpreise ging es am Mittwoch erneut nach unten – die US-Börsen reagierten mit Kursverlusten. Energiewerte wie Exxon Mobil oder Chevron drehten ins Minus. Die Anleger ließen auf dem Parkett Vorsicht walten.

New YorkDer erneute Preisverfall bei Öl hat den US-Börsen am Mittwoch zugesetzt. Ein überraschend großer Anstieg der US-Lagerbestände beschleunigte die Talfahrt der Preise. Die richtungsweisende Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um 2,8 Prozent auf 47,04 Dollar je Barrel. US-Öl verlor sogar 3,3 Prozent auf 44,81 Dollar. Das wiederum belastete Energiewerte wie Chevron, die den Gesamtmarkt tiefer ins Minus zogen. Chevron-Papiere gaben gut ein Prozent nach.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 18.439 und einem Tief von 18.333 Punkten. Er schloss mit einem Minus von 0,3 Prozent auf 18.400 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 büßte 0,2 Prozent auf 2170 Zähler ein. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab ebenfalls 0,2 Prozent auf 5214 Punkte nach. In Frankfurt war der Dax. mit einem Minus von 0,6 Prozent bei 10.593 Punkten aus dem Handel gegangen, der EuroStoxx50 sank um 0,3 Prozent auf 3023 Zähler.

US-Anleger agierten zwei Tage vor Veröffentlichung des mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktberichts mit Vorsicht. Sie erhoffen sich von den am Freitag anstehenden Daten Aufschlüsse über die Erholung der US-Wirtschaft und damit auch über den möglichen Zeitpunkt der nächsten Zinserhöhung. Denn diese macht die Notenbank Fed von der Konjunkturentwicklung abhängig.

Der Bericht des privaten Arbeitsvermittlers ADP lieferte keine neuen Impulse. ADP zufolge haben US-Firmen im August 177.000 neue Stellen geschaffen - etwas mehr als erwartet.

An der Wall Street sorgte zudem der Kurssturz von AeroVironment für Aufsehen. Die Aktien des Anbieters militärischer Drohnen fielen wegen enttäuschender Quartalsergebnisse um fast 17 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,1 Milliarden Aktien den Besitzer. 1105 Werte legten zu, 1872 gaben nach und 152 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,74 Milliarden Aktien 1048 Werte im Plus, 1816 im Minus und 168 unverändert.

An den US-Kreditmärkten verloren die zehnjährigen Staatsanleihen 2/32 auf 99-09/32. Sie rentierten mit 1,58 Prozent. Die 30-jährigen Bonds blieben bei 100-13/32 kaum verändert und hatten eine Rendite von 2,23 Prozent. Auch hier hielten sich die Anleger im Vorfeld des Arbeitsmarktberichts bedeckt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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