US-Börsen
Oracle und Alcoa belasten Wall Street

Eine Abschwächung des Hurrikans "Rita" und in der Folge deutlich sinkende Ölpreise haben die Stimmung auf dem Börsenparkett an der Wall Street etwas aufgehellt. Zunächst hatten auch enttäuschende Ausblicke des Softwareentwicklers Oracle und des Aluminiumproduzenten Alcoa die US-Börsen belastet.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 10.455 und einem Tief von 10.372 Punkten. Er verließ den Handel beinahe unverändert bei 10.419 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500-Index stieg um 0,06 Prozent auf 1215 Zähler und der Technologie-Index Nasdaq-Composite um 0,29 Prozent auf 2116 Stellen. Im Wochenverlauf verloren der Dow 2,1 Prozent, der S&P-500 1,8 Prozent und der Nasdaq zwei Prozent.

"Es sieht so aus, als ob der Sturm nicht ganz so stark wird wie anfangs befürchtet - und das hat die Verkäufe auf dem Markt gebremst", beschrieb Analyst John Augustine von Fifth Third Asset Management die Entwicklung. Das treibe die Börsen noch nicht wirklich an, sorge aber für Entspannung auf dem Markt, fügte er hinzu.

Der auf den Bundesstaat Texas Kurs nehmende Hurrikan "Rita" war zuvor von der zweithöchsten Sturmkategorie 4 auf 3 zurückgestuft worden. In der Folge sank der Preis für ein Barrel (knapp 159 Liter) leichtes US-Öl deutlich um mehr als zwei Dollar. Es sehe so aus, als ob die US-Börsen trotz der Hurrikan-Sorgen bald wieder im Aufwind seien, sagte auch Analyst John O'Donoghue von SG Cowen & Co.

Papiere der Öl-Multis büßten entsprechend ein. Titel von Exxon Mobil gaben beispielsweise um fast 1,7 Prozent auf 63,88 Dollar nach, die des Konkurrenten ConocoPhillips um rund 2,1 Prozent auf 68,29 Dollar. Nach den am Vortag nach US-Börsenschluss vorgelegten Geschäftszahlen stießen die Investoren Oracle-Aktien ab, die um rund 7,9 Prozent auf 12,45 Dollar einbrachen. Alcoa-Papiere verloren rund 5,7 Prozent auf 24,42 Dollar, nachdem der Konzern wegen hoher Energie- und Rohstoffkosten sowie gesunkenen Aluminiumpreisen gewarnt hatte, er werde die Gewinnerwartungen im dritten Quartal verfehlen.

Titel des Taschencomputer-Herstellers Palm verbilligten sich um fast 18 Prozent auf 28,69 Dollar und belasteten die Nasdaq. Der Konzern hatte mit seinem Quartalsgewinn enttäuscht und ebenfalls einen verhaltenen Geschäftsausblick geliefert. Zu den Gewinnern am Markt zählten dagegen Papiere des US-Autozulieferers Delphi, die um rund elf Prozent auf 3,46 Dollar zulegten. Merrill Lynch hatte das Unternehmen auf "kaufen" hochgestuft.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,52 Milliarden Aktien den Besitzer. 1708 Werte legten zu, 1592 gaben nach und 172 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,62 Milliarden Aktien 1856 im Plus, 1156 im Minus und 144 unverändert.

An den US-Kreditmärkten verloren die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel 17/32 auf 99-31/32. Sie rentierten mit 4,253 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben um 30/32 auf 112-22/32 nach und hatten eine Rendite von 4,528 Prozent.

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