US-Börsen
Rohstoff-Rally beflügelt Wall Street

Angesichts sich erholender Rohstoffpreise ist die Risikolust der Anleger zurückgekehrt und hat den US-Börsen ein moderates Plus beschert. Netzwerkausrüster Cisco erschreckt allerdings mit seiner Umsatzwarnung Investoren.
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New YorkEine Erholung an den Rohstoffmärkten hat am Donnerstag für steigende Kurse an der Wall Street gesorgt. Die wichtigsten Indizes schlossen mit Zuwächsen.

Analysten machten dafür auch andere Faktoren verantwortlich, etwa Verluste beim Euro, eine schwache Nachfrage nach US-Staatsanleihen mit langer Laufzeit sowie Hinweise, dass sich die US-Regierung und die Republikaner im Kongress bei ihrem Streit über die Schuldenobergrenze näherkommen.

Auch Arbeitsmarktdaten und Zahlen vom Einzelhandel brachten Schwung in den Markt. Langfristig orientierte Anleger sollten aber vorsichtig sein, warnte Tim Ghriskey von Solaris Asset Management. Viele ausländische Investoren könnten nach seiner Ansicht sehr rasch wieder aus US-Aktien aussteigen und ihr Geld anderswo anlegen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg um 0,5 Prozent auf 12.695 Punkte. Er bewegte sich im Tagesverlauf zwischen 12.537 und 12.718 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 legte ebenfalls um 0,5 Prozent zu und notierte bei 1348 Stellen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte 0,6 Prozent auf 2863 Punkte. In Frankfurt ging der Dax mit einem Minus von 0,7 Prozent auf 7443 Punkten aus dem Handel.

In New York brachen die Aktien von Cisco um 4,8 Prozent ein. Das Unternehmen erschreckte mit einer Umsatzwarnung für das laufende Geschäftsquartal die Anleger und entpuppt sich immer deutlicher als Verlierer im Aufschwung der Technologiebranche.

Aktien der Bank Goldman Sachs gaben um 3,5 Prozent auf 142,75 Dollar nach. Der Analyst Dick Bove von Rochdale Securities hatte die Papiere auf „verkaufen“ heruntergestuft und das Kursziel auf 120 von zuvor 163 Dollar gesenkt. Als Grund nannte der Experte die Gefahr von Rechtsstreitigkeiten auf verschiedenen Gebieten. An der New Yorker Börse wechselten rund 950 Millionen Aktien den Besitzer. 1898 Werte legten zu, 1130 gaben nach, und 98 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,22 Milliarden Aktien 1703 im Plus, 903 im Minus und 95 unverändert.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Diese Art von HB Artikel laesst mich als Leser starke Verzweiflung spueren, sein Inhalt zeigt ausgespraegte Unkenntnis der sogenannten Fachmedien fuer die globalen Maerkte, die derzeit rein von Liquiditaet getrieben werden: "...Auch Arbeitsmarktdaten und Zahlen vom Einzelhandel brachten Schwung in den Markt..." Scheinbar hat sich nicht herumgesprochen, dass die Zahlen sehr schlecht ausfielen. Eigentlich sollte die Entwicklung der Wall Street jeden in allerhoechstem Masse bedenklich stimmen, trotz vieler schlechter globaler Nachrichten steigt sie immer weiter und hat jetzt schon die Ausmasse einer enormen Blase wie 2008 angenommen.

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