US-Börsen schließen trotz Rekord-Ölpreis im Plus
Investoren warten gespannt auf US-Quartalszahlen

Optimistische Erwartungen im Vorfeld der anstehenden Quartalsberichte haben am Montag den amerikanischen Aktienmarkt belebt. Die Kursgewinnen wurden jedoch durch die erneuten Ölpreis-Rekorde begrenzt.

BH NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verließ den Handel 0,27 % höher mit rund 10 081 Punkten. Im Geschäftsverlauf hatte er zwischen einem Hoch von 10 098 und einem Tief von 10 056 Zählern gependelt. Der breiter gefasste S&P-500-Index zog um 0,2 % auf etwa 1124 Punkte an. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,46 % auf rund 1928 Punkte zu. Die US-Rentenmärkte blieben am Montag wegen des US-Feiertages „Columbus Day“ geschlossen.

Händlern zufolge blieben die Umsätze auch an den Aktienmärkten wegen des Feiertages gering. Im Wochenverlauf rechneten sie jedoch mit lebhafterem Geschäft, wenn Schwergewichte wie Citigroup, Bank of America, Intel und Yahoo ihre Zahlenwerke für das dritte Geschäftsquartal präsentieren. „Die Anleger schauen nach Nachrichten, die uns aus dem herausziehen, was vergangene Woche geschehen ist. Die Quartalsgewinne dürften ein erfrischender Faktor sein,“ sagte Robert Drust von der Investmentbank Wedbush Morgan.

Die Investoren sehen den Quartalszahlen der US-Firmen nach Angaben von Händlern bislang optimistisch entgegen. Mehrheitlich gingen sie davon aus, dass die Gewinne besser als erwartet ausfallen werden. Analysten rechnen einer Reuters-Umfrage zufolge im Schnitt mit einer Steigerung der Firmengewinne im abgelaufenen dritten Quartal um 15 bis 16 %. „Der Aktienmarkt geht auf den Höhepunkt der Saison der Quartalsberichte zu und schenkt dem Öl nicht wirklich so viel Aufmerksamkeit,“ sagte David Hegarty von Commerzbank Securities. Allerdings bremse das Öl jeden Kursaufschwung. Um aus der derzeitigen Spanne herauszukommen, müsse das Öl billiger werden, fügte er hinzu.

Entsprechend erhielt der Optimismus der Anleger nach Angaben von Händlern einen erneuten Dämpfer durch die neuen Rekordstände der Ölpreise. Der Preis für die marktführende Nordsee-Sorte Brent kletterte erstmals deutlich über die Marke von 50 Dollar je Barrel (knapp 159 Liter). Leichtes US-Öl erklomm einen neuen Höchststand über 53,60 Dollar. Börsianern zufolge fürchten die Anleger, dass die Unternehmensgewinne durch die hohen Energiekosten geschmälert werden und die Verbraucher weniger Geld für den Konsum übrig haben.

Dennoch warteten die Investoren nach Angaben von Händlern mit Spannung auf die im späteren Wochenverlauf erwarteten Quartalsergebnisse wie die des weltgrößten Finanzkonzerns Citigroup und des weltgrößten Chipherstellers Intel. Die Dividendenpapiere der Citigroup gewannen knapp 0,7 % auf 44,86 Dollar, die Intel-Titel knapp 0,3 % auf 20,61 Dollar nachgaben. Yahoo-Papiere verloren dagegen ein knappes halbes Prozent auf 34,02 Dollar.

Eine positive Wachstums- und Gewinnschätzung des Magazins „Barron's“ verhalf den Papieren der weltgrößten Baumarktkette Home Depot zu einem Kursgewinn von fast 2,7 % auf 40,07 Dollar. Dagegen verloren die Titel des weltweit größten Herstellers von Handy-Chips Texas Instruments nach einer Abstufung durch die Deutsche Bank rund 0,7 % auf 21,89 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,94 Mrd. Aktien den Besitzer. 1729 Werte legten zu, 1508 gaben nach und 167 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von rund 1,16 Mrd. Aktien 1821 Werte im Plus, 1230 im Minus und 155 unverändert.

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