US-Börsen
Unsicherheit bestimmt den Handel in New York

Schlechte Konjunkturdaten haben die Stimmung an der New Yorker Börse gedrückt. Da konnte auch die Einigung über den Schuldenstreit nicht aufwiesen. Hier gibt es noch immer viel Unsicherheit.
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Die Wall Street hat am Montag den sechsten Tag in Folge mit Verlusten geschlossen. Die Enttäuschung über schlechte Konjunkturdaten bestimmte den Handel. Die Einigung im US-Schuldenstreit hob nur kurz die Stimmung, dann rückten wieder Sorgen um die Entwicklung der Konjunktur in den Mittelpunkt.

Die US-Industrie erlitt einen Wachstumseinbruch. Im Juli legte der Sektor so wenig zu wie seit Mitte 2009 nicht mehr. Der an den Finanzmärkten viel beachtete Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager fiel nach Angaben des Institute for Supply Management (ISM) überraschend kräftig auf 50,9 von 55,3 Punkten im Juni. Zudem zeigten sich Anleger beunruhigt darüber, dass der Kongress dem Kompromissvorschlag im Haushaltsstreit so kurz vor Toresschluss noch nicht zugestimmt hat.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging mit Verlusten von 0,1 Prozent auf 12.132 Punkten aus dem Handel. Im Verlauf pendelte der Leitindex zwischen 11.998 und 12.282 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,4 Prozent auf 1286 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte ebenfalls 0,4 Prozent auf 2744 Punkte ein. Der Dax in Frankfurt ging mit deutlichen Verlusten aus dem Handel und rutschte unter die Marke von 7000 Punkten. Der deutsche Leitindex schloss mit einem Minus von 2,9 Prozent bei 6953 Stellen.

„Wir haben einen Zahlungsausfall verhindert, jedoch richtet sich nun das Augenmerk auf eine mögliche Herabstufung der Kreditwürdigkeit“, fasste Analyst Phil Streible von Lind-Waldock die Stimmung an der Wall Street zusammen. Die ISM-Zahlen erhöhten zudem den Druck auf die Kurse zu einer Zeit, in der die Fundamentaldaten nicht so stark seien.

Senat und Repräsentantenhaus sollten noch im Tagesverlauf oder Dienstagmorgen über das Kompromisspaket im Haushaltsstreit abstimmen, das eine Anhebung der Schuldengrenze von derzeit 14,3 Billionen Dollar und Ausgabenkürzungen in den kommenden zehn Jahren von mehr als zwei Billionen Dollar vorsieht. Noch herrschte Unsicherheit, ob die Einigung beide Kammern rechtzeitig passiert.

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  • Kein Wunder, dass die Konjunkturdaten schlecht ausfallen. Oder meinen die Analysten, dass das Gezerre und Gezeter in Washington die Wirtschaft und das Volk nicht berühren?

  • lol der dow schließt fasst unchanged, un der dax kriegt seinen hintern nicht hoch. lächerlich.

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