US-Börsen
US-Börsen verabschieden sich im Höhenflug

Aufatmen am Donnerstag an der Wall Street: Die Aktienmärkte haben deutlich im Plus geschlossen und damit den zweiten Tag in Folge Kursgewinne verbucht.

HB NEW YORK. Als Hauptgrund sahen Analysten die vergleichsweise zurückhaltenden Worte von Notenbank-Chef Ben Bernanke zur Inflation, die eine Furcht vor einer kräftigen Zinserhöhung der Fed dämpften. Auch die starken Quartalszahlen der Investmentbank Bear Stearns gaben der New Yorker Börse nach einer wochenlangen Durststrecke wieder Auftrieb.

Der Dow-Jones-Index schloss 1,83 Prozent fester bei 11.015 Zählern. Im Handelsverlauf hatte er sich zwischen 10.817 und 11.036 Stellen bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index kletterte um 2,12 Prozent auf 1256 Punkte. Die US-Technologiebörse Nasdaq stieg um 2,79 Prozent auf 2144 Zähler.

"Der Grund für die Gewinne liegt nicht so sehr in dem, was Bernanke gesagt hat, sondern vielmehr darin, was er nicht gesagt hat", sagte Jim Paulsen von Wells Capital Management. Der Markt hätte von Bernanke angesichts der jüngst veröffentlichten Inflationsdaten eigentlich schärfere Formulierungen erwartet.

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Zuvor hatte Bernanke in einer Rede in Chicago zwar gesagt, die US-Notenbank müsse die Inflationsentwicklung in den USA genau im Auge behalten. Die hohen Energiekosten hätten jedoch bislang nur einen geringen Einfluss auf andere Preise gehabt. Zudem signalisierten die Renditen am Rentenmarkt, dass die Inflationserwartungen im vergangenen Monat gesunken seien, fügte Bernanke hinzu.

Bei den Finanztiteln legten die Aktien von Bear Stearns rund sechs Prozent auf 131,56 Dollar zu. Zuvor hatte die Investmentbank bekannt gegeben, dass sie ihren Quartalsgewinn um rund 80 Prozent gesteigert hatte. Damit war Bear Stearns im zweiten Quartal ähnlich erfolgreich wie seine größeren Konkurrenten Goldman Sachs und Lehman Brothers. Goldman Sachs stiegen um etwa vier Prozent auf 144,12 Dollar, Lehman Brothers kletterten rund 4,6 Prozent auf 63,72 Dollar.

Bei den Technologie-Werten stiegen die Aktien des Mobilfunkzulieferers Qualcomm um rund 3,8 Prozent auf 44,89 Dollar. Das Unternehmen hatte vor zwei Tagen die Prognose für seinen Quartalsgewinn angehoben. Die Aktien des Software-Herstellers Oracle legten rund 3,9 Prozent auf 13,70 Dollar zu.

Auch Adobe Systems verzeichnete Kursgewinne von rund 1,4 Prozent, nachdem einige Analysten die Aktie des US-Softwareanbieter hochgestuft hatten. Händler rechneten zudem mit einem weiteren Anstieg des Titels nach Bekanntgabe der Zahlen für das zweite Quartal des laufenden Geschäftjahres.

Diese wollte Adobe nach US-Börsenschluss veröffentlichen. An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,98 Milliarden Aktien den Besitzer. 2723 Werte legten zu, 628 gaben nach und 120 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,23 Milliarden Aktien 2491 im Plus, 600 im Minus und 111 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 8/32 auf 100-05/32. Sie rentierten mit 5,104 Prozent. Die 30-jährigen Bonds rutschten um 17/32 auf 90-09/32 und hatten eine Rendite von 5,141 Prozent.

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