US-Börsen von 3M belastet
Wall Street verbucht Kursgewinne

Zahlreiche Quartalsberichte dürften die neue Woche an der Wall Street bestimmen. Trotz der deutlichen Abgaben bei 3M verteidigen die US-Indizes ihre Gewinne und schlossen im Plus. Die Nasdaq legte mehr als ein Prozent zu.

HB NEW YORK. Sinkende Ölpreise haben am Montag die Sorgen der Anleger über wachstumsschädliche Energiepreise gedämpft und der Wall Street nach anfänglichen Verlusten zu Kursgewinnen verholfen. Enttäuschende Unternehmensnachrichten, wie etwa vom Mischkonzern 3M, wurden Händlern zufolge damit etwas in den Hintergrund gedrängt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Geschäftsverlauf zwischen einem Hoch von 9960 und einem Tief von 9861 Zählern. Er verließ den Handel 0,23 Prozent höher mit rund 9956 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 0,53 Prozent auf etwa 1114 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg sogar um 1,31 Prozent auf rund 1936 Punkte.

„Seit dem späten Vormittag haben wir einen recht schönen Aufschwung, und ich glaube, die Ursache ist wahrscheinlich der Rückgang des Ölpreises um zwei Prozent,“ sagte Tom Schrader von Legg Mason Wood Walker. Die Ölpreise fielen in den USA und Europa rund einen Dollar, nachdem leichtes US-Öl im frühen Handel noch ein neues Rekord-Hoch von 55,33 Dollar erklommen hatte. Händler machten für das Nachgeben der Preise Gewinnmitnahmen verantwortlich, nachdem sich die Anzeichen mehrten, dass die hohen Energiekosten das Wirtschaftswachstum beeinträchtigen.

Unterstützung erhielt der Markt Händlern zufolge durch die Aktien des am Marktwert gemessen weltgrößten Versicherers American International. Die Titel gewannen gut drei Prozent auf 59,70 Dollar, nachdem Analysten die Verluste der vergangenen Woche als womöglich überzogen bezeichnet hatten. „Es gibt eine Menge Investoren, die das für einen sehr attraktiven Zeitpunkt für einen Einstieg halten, um einen Teil am erfolgreichsten Versicherer des Landes zu besitzen,“ sagte Wendell Perkins von Johnson Asset Management.

Finanzaktien gaben nach

Versicherungsaktien waren unter Druck geraten, nachdem die New Yorker Generalstaatsanwaltschaft Klagen gegen mehrere Unternehmen der Branche angekündigt hatte. Die Aktien des Versicherungsbrokers Marsch & McLennan, der im Zentrum der Ermittlung steht, verloren erneut knapp 12,5 Prozent auf 25,57 Dollar, nachdem das Unternehmen eine Telefonkonferenz zu den finanziellen Auswirkungen der Klage abgesagt hatte. Enttäuscht habe der Quartalsbericht des Dow-Jones-Wertes 3M, der erstmals seit fast vier Jahren die Erwartungen des Marktes verfehlt habe, sagten Börsianer.

„Es gibt einige Enttäuschungen, und 3M ist eine davon“, sagte Michael Metz von Oppenheimer & Co. Die Investoren straften 3M mit einem Minus von fast 2,5 Prozent auf 76,10 Dollar ab. Die Stimmung der Anleger sei zudem durch den zweitgrößten US-Druckerhersteller Lexmark getrübt worden. Der Konzern hatte zwar einen deutlich höheren Gewinn ausgewiesen, zugleich aber die Gewinnerwartung für sein viertes Quartal auf das untere Ende der Prognosespanne reduziert. Die Börse habe dies mit einem Rückgang des Aktien-Kurses um drei Viertel Prozent auf 81,78 Dollar quittiert. Die Titel des weltgrößten Herstellers von Handy-Chips, Texas Instruments, der nach Börsenschluss sein Quartalsergebnis vorlegen will, schlossen sich mit einem Minus von rund 0,6 Prozent auf 21,09 Dollar an.

Spielwarenhersteller dämpften die Erwartungen

Zusätzlich zu den wenig ermutigenden Firmennachrichten nahmen die beiden führenden US-Spielwarenhersteller Mattel und Hasbro ihre Geschäftserwartungen für die diesjährige Weihnachtssaison zurück. Mattel-Papiere verloren daraufhin gut 2,6 Prozent auf 17,50 Dollar, während die Hasbro-Titel um 6,5 Prozent auf 17,26 Dollar abstürzten. An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,38 Milliarden Aktien den Besitzer. 1802 Werte legten zu, 1495 gaben nach und 136 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von rund 1,49 Milliarden Aktien 1820 Werte im Plus, 1245 im Minus und 175 unverändert. An den US-Kreditmärkten legten die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel 3/32 auf 101-19/32 Punkte zu. Sie rentierten mit 4,051 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gewannen 6/32 auf 107-29/32 Zähler nach. Dabei ergab sich eine Rendite von 4,840 Prozent.

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