US-Börsen
Wall Street dank guter Firmennachrichten mit Gewinnen

Die US-Börsen haben am Dienstag mit Gewinnen geschlossen. Nach uneinheitlichen Handel setzte sich angesichts positiver Unternehmenszahlen am Ende der Optimismus durch. Zu den Gewinnern zählten Schwergewichte wie United Technologies und Coca-Cola.

HB NEW YORK. Die Sorge über die Entwicklung im Nahen Osten drückte jedoch weiterhin auf die Stimmung an der Wall Street. Zudem gab es schlechte Nachrichten von US-Discounter Target, der Händlern zufolge eine geschwächte Kauflaune seiner Kunden zu spüren bekommt.

Der Dow-Jones-Index schloss mit 10 799 Punkten 0,5 Prozent im Plus. Im Handelsverlauf hatte er sich zwischen 10 683 und 10 813 Zählern bewegt. Der S&P 500 legte um 0,2 Prozent auf 1236 Stellen zu, der Nasdaq Composite kletterte 0,3 Prozent auf 2043 Zähler.

Für positive Stimmung sorgte United Technologies. Der Industriekonzern überraschte Anleger mit guten Zahlen zum zweiten Quartal und erfreute sie mit einer Erhöhung der Gesamtjahresprognose. United-Tech-Aktien schlossen 1,6 Prozent höher bei 58,88 Dollar.

Die Papiere von Coca-Cola kletterten knapp zwei Prozent auf 43,55 Dollar. Der weltgrößte Softdrink-Hersteller hatte im zweiten Quartal dank eines kräftigen Wachstums in Schlüsselmärkten wie Brasilien und China mehr verdient als erwartet. Auch in Deutschland zahlte sich die intensive Werbekampagne rund um die Fußball-Weltmeisterschaft immerhin leicht im Vergleich zum Vorquartal aus.

Auch der US-Konzerns Johnson & Johnson (J&J) legte am Dienstag zahlen vor. Das Unternehmen hatte im zweiten Quartal mehr verdient als vor einem Jahr. Anleger sorgten sich dennoch um die Wachstumschancen des Pharma- und Konsumgüterkonzerns, die Aktien fielen daher um knapp 0,5 Prozent auf 60,60 Dollar.

Im Fokus der Anleger stand lange Zeit Target, nachdem die US-Einzelhandelskette ihre Umsatzprognose für Juli gesenkt hatte. Target-Aktien gaben 4,25 Prozent auf 45,53 Dollar nach. Dies wirkte sich auch auf die Papiere des weltweit größten Einzelhändlers Wal-Mart aus. Diese fielen zeitweise auf den tiefsten Stand seit elf Monaten. Gegen Handelsende erholte sich jedoch der Kurs der Aktien, sie schlossen 0,35 Prozent höher bei 43,17 Dollar.

"Die Kunden machen sich Sorgen und geben weniger aus", sagte Joseph Battipaglia von Ryan, Beck & Co. Ein Grund für geschwächte Kauflust der Konsumenten sind Händlern zufolge auch die ansteigenden Energiekosten. Im Nahen Osten zeichnete sich trotz diplomatischer Bemühungen kein Ende der seit einer Woche anhaltenden Militäroffensive Israels im Libanon ab. Die USA forderten Syrien und den Iran auf, ihren Einfluss auf die Hisbollah zu nutzen, damit diese die Raketenangriffe auf Israel beende. Israel bezichtigte den Iran, an der Entführung zweier israelischer Soldaten beteiligt gewesen zu sein.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,72 Mrd. Aktien den Besitzer. 1802 Werte legten zu, 1531 gaben nach und 142 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,05 Mrd. Aktien 1583 im Plus, 1410 im Minus und 150 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 18/32 auf 99-28/32. Sie rentierten mit 5,140 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben um 30/32 auf 89-29/32 nach und hatten eine Rendite von 5,170 Prozent.

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