US-Börsen
Wall Street im Falle von Zypern-Rettung auf Rekordjagd

Sollten sich die Politiker in Europa auf eine Lösung in der Zypern-Krise einigen, könnten die US-Börsen kommende Woche neue Rekordwerte erreichen. Am Dienstag und Donnerstag warten wichtige Konjunktur-Indikatoren.
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New YorkDie US-Börsen stehen in der Karwoche vor einem Höhenflug und könnten schon bald neue Rekordwerte erreichen. Voraussetzung ist allerdings, dass am Wochenende die Rettung des taumelnden Euro-Staates Zypern gelingt. Die Unsicherheit über die Lage auf der kleinen Mittelmeer-Insel hat bereits dazu geführt, dass der S&P 500 vergangene Woche mit einem Abschlag von 0,3 Prozent aus dem Handel gegangen war. Zuvor war der Börsen-Index einen Monat lang gestiegen. Seit Jahresbeginn beträgt das Plus mehr als neun Prozent.

Die Hängepartie um das von der Staatspleite bedrohte Zypern hatte auch an der Wall Street Befürchtungen vor einem Wiederaufleben der Euro-Schuldenkrise genährt. Dennoch sprechen die Zeichen Analysten zufolge für Kursaufschläge. Und sollten die in der kommenden Woche erwarteten makroökonomischen Daten den langsamen Aufwärtstrend der US-Wirtschaft bestätigen, könnte der S&P 500 wieder an der Höchstmarkte von 1565 Zählern kratzen.

Hinweise darauf werden vor allem am Dienstag erwartet, wenn die Daten zum Verbrauchervertrauen, zu den Bestellungen für langlebige Güter und frische Zahlen zum Häuserkauf vorgelegt werden. Am Donnerstag - dem letzten Tag der verkürzten Handelswoche - stehen zudem endgültige Daten für das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal 2012 und Erstanträge für Arbeitslosenhilfe auf dem Programm. Auf den heimischen Märkten zeigten die Indikatoren nach oben, äußerte sich der Marktstratege Sandy Lincoln vom Vermögensverwalter BMO aus Chicago zuversichtlich. Die Investoren beobachteten bei den Zahlen zum Arbeitsmarkt, zum Wachstum und zum Verbrauchervertrauen eine Aufhellung, die auch durch das Zypern-Problem nicht beeinträchtigt werde.

Zusätzliche Impulse erhoffen sich Investoren von der zum Quartalsende üblichen Aufstockung ihrer Portfolios mit Aktien, die zuletzt besonders gut gelaufen sind. Geschäftszahlen legen in der Karwoche nur wenige Firmen vor, darunter der Discounter Dollar General und der Videospiele-Händler Gamestop Corp. Zuletzt waren die Unternehmensergebnisse nicht immer gut: Der Software-Riese Oracle verfehlte zum Beispiel gerade die Umsatzerwartungen der Analysten. FedEx musste die Prognose für das laufende Jahr senken.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " US-Börsen: Wall Street im Falle von Zypern-Rettung auf Rekordjagd "

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  • da ist keine reale Datenbasis für diese Börsenkurse, nur das billige Geld. Hatten wir alles schon mal.

  • Zypern geht nicht unter, das ist eine solide Insel - topografisch betrachtet. Und wenn, das ändert nichts am Börsengeschehen. Es ist nur gerade die Sau, die durchs Dorf gejagt wird.

  • Da scheinen die Brillen mittlerweile aber schon mehr als rosa eingefärbt zu sein. Das System hat sich anscheinend nun von der Realität vollends abgekoppelt. Wenn es kracht muss sich halt wieder die Politik einschalten.

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