US-Börsen
Wall Street sackt zum Ende ab

Zunächst hielten sich die US-Indizes zum Wochenschluss wacker - doch am Ende schlossen die Börsen in New York erneut deutlich im Minus. Für einen IT-Konzern ging es besonders steil bergab.
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New YorkDie radikalen Umbaupläne und eine gesenkte Prognose des Computergiganten Hewlett-Packard haben der Verunsicherung an der Wall Street neue Nahrung gegeben und zu Verlusten an den US-Börsen geführt. Die Aktie krachte am Freitag als größter Dow-Verlierer fast 20 Prozent nach unten und zog andere Technologiewerte mit.

Anleger fürchten eine Rezession der Weltwirtschaft. Auch in Europa flüchteten Investoren scharenweise aus Aktien und suchten ihr Heil im als sicherer geltenden Hafen Gold. Allerdings fiel das Minus in New York im Vergleich zu den herben Abschlägen der Vortage moderat aus.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte sank um 1,6 Prozent auf 10.817 Punkte. Im Handelsverlauf pendelte der Index zwischen 10.801 und 11.086 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 1,5 Prozent auf 1123 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq schloss 1,6 Prozent im Minus bei 2341 Punkten. Im Laufe der Woche verlor der Dow vier Prozent, der S&P-500 4,7 Prozent und die Nasdaq sogar 6,6 Prozent. In Frankfurt schloss der Deutschen Aktienindex Dax 2,2 Prozent schwächer bei 5480 Punkten. Zeitweise war er um bis zu 4,6 Prozent auf 5345,36 Punkte abgerutscht. Das war der tiefste Stand seit November 2009.

„Die Furcht vor einer neuen Rezession in den USA hat Dimensionen erreicht, die noch vor ein paar Wochen undenkbar schienen“, urteilte Rabeya Khan, Analystin bei Close Brothers Seydler. Natalie Trunow von Calvert Investment Management sagte, sie sehe vor allem eine Krise im Vertrauen als in die Wirtschaft generell.

Der Kurs von Hewlett Packard kam unter die Räder und brach um rund 20 Prozent auf 23,6 Dollar ein. Das Unternehmen plant eine Kehrtwende. Der Dell-Konkurrent will das britische Software-Unternehmen Autonomy für gut zehn Milliarden Dollar übernehmen und gleichzeitig sein schwächelndes PC-Geschäft abspalten. Zudem senkte der Konzern seine Prognose für das Gesamtjahr. IBM-Aktien verloren 3,8 Prozent, Google -Papiere schlossen mit einem Minus von 2,8 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,51 Milliarden Aktien den Besitzer. 727 Werte legten zu, 2293 gaben nach und 74 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,39 Milliarden Aktien 696 im Plus, 1865 im Minus und 107 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • völig egal! langfristig gibt es überhaupt keine alternative zur aktie.
    ich hab vor 10 jahren mal 10.000,00 euro in aaple investiert. die postition hat heute einen wert von knapp 400.000,00 euro, oder anders ausgedrückt +3881%.
    damit schlage ich auch locker sämtliche edelmetalle (silber ca. + 910% und gold gar nur +566% auf usd-basis im gleichen zeitraum) in meinem portfolio.

  • @GausN

    du und dein kommentar sind so sinnvoll wie Fusspilz

  • Europas Superhelden Murkel und Sarkotzi haben dass geschafft, was noch keinem Politiker in frühreren Zeiten gelungen ist:

    VERUNSICHERUNG in der Bevölkerunge und den Märkten zu verbreiten!
    Inkompetenz auszustrahlen!
    Kapitalvernichtung anzufachen!


    Ausserdem weiß selbst der Dümmste, dass Besteuerungen immer zu Kapitalflucht führen. Diese "Lösung" war wohl eine Kurzschlussreaktion nach der 5ten Flasche Wein?

    Nun haben beide Prololitiker millionenfach Rentner verarmt, die Kapital angespart haben, in Aktien, Fonds, Lebensversicherungen etc. Alle haben in kürzester Zeit 50 Prozent oder mehr verloren. Einfach pulverisiert. Hinzu kommt, dass ausländische Konzerne ihre Dollars zählen, um in Europa auf Einkaufstour zu gehen. Ein weiteres Verdienst unserer deutschfranzösischen Politstars.

    Hat das Ganze jedoch nicht im vergangenen Jahr angefangen? Das Ungemach kam doch durch die ewig taktischen Spielchen der Kanzlerin und Ihrer Äußerungen im Zusammenhang mit Griechenland. Wenn damals Europa zusammengehalten hätte und ernsthaft das Thema Währungsunion weiterverfolgt worden wäre, dann stünden wir heute nicht am "gefühlten" Abgrund.

    Amerika steuert keineswegs in eine Rezession. Allerdings könnte die Stimmung an den Märkten am Ende dazu doch noch führen.

    Profiteure der Krise kommen in Zukunft aus Asien! Die gehen bald auf Shoppingtour. Die Russen übrigens auch. Nun erleben wir mal das, was wir früher gemacht haben.

    Vielen Dank Frau Murkel, merci beaucoup M. Sarkotzy!
    Sie beide haben die saure Zitrone Europas verdient!

    Bon apetit!

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