US-Börsen
Wall Street schließt im Plus

Dank einer gemeinsamen Liquiditätsspritze der europäischen und der amerikanischen Notenbanken konnten die US-Börsen am Mittwoch einen Teil ihrer Vortagsverlusre wettmachen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,3 Prozent fester bei 13 474 Punkten. Zu den Gewinnern zählten der Mischkonzern 3M sowie die Telefongesellschaft AT&T, Verluste musste die Bank of America hinnehmen.

HB NEW YORK. Die US-Börsen haben nach einer gemeinsamen Liquiditätsspritze der europäischen und der amerikanischen Notenbanken am Mittwoch höher geschlossen. Im Handelsverlauf hatten die Kurse zeitweise im Minus notiert aus Sorge, die Hypothekenkrise könnte weitere Spuren in den Bilanzen der Banken hinterlassen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,3 Prozent fester bei 13 474 Punkten, nachdem er zwischen 13 321 und 13 704 gependelt hatte. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 0,6 Prozent auf 1487 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,7 Prozent auf 2 671 Punkte.

Durch die Kursgewinne machten die Indizes einen kleinen Teil ihrer Vortagesverluste wieder wett. Nach der moderaten Senkung der US-Leitzinsen um einen Viertelprozentpunkt hatten alle Börsen am Dienstag um mehr als zwei Prozent tiefer geschlossen. Investoren hatten auf einen größeren Zinsschritt gehofft.

Die Aktie des US-Mischkonzerns 3M legte 2,4 Prozent auf 86,66 Dollar zu. Der Hersteller von Produkten wie "Post It"-Haftzetteln sowie Klebe- und Isolierbändern rechnet 2008 mit einem Gewinn- und Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich. Zu den Gewinnern gehörten den zweiten Tag in Folge auch die Papiere von AT&T. Die Telefongesellschaft hatte am Dienstag ihre Quartalsdividende angehoben und einen neuen Plan zum Rückkauf von Aktien festgelegt. Die Aktie tendierte 5,7 Prozent im Plus bei 41,71 Dollar.

Die Papiere der Bank of America verzeichneten dagegen Kursverluste, obwohl Notenbanken wie die Fed und die EZB überraschend angekündigt hatten, den Märkten zusätzliche Liquidität zur Verfügung zu stellen. Bank-of-America-Aktien fielen 2,7 Prozent auf 43,43 Dollar. Das Institut hatte kurz vor Börsenbeginn vor einem enttäuschenden Gewinn im vierten Quartal in Folge der Hypothekenkrise gewarnt.

Kursverluste verzeichneten auch die Aktien der viertgrößten US-Bank Wachovia. Das Institut rechnet im vierten Quartal mit etwa doppelt so hohen Rückstellungen für Kreditausfälle. Laut Schätzungen der Bank werden sie voraussichtlich bei einer Milliarde Dollar liegen. Konzernchef Ken Thompson zeigte sich aber zuversichtlich, dass Wachovia 2008 steigende Gewinne verzeichnen werde. Wachovia-Aktien verloren 3,4 Prozent auf 40,53 Dollar.

Deutlich tiefer notierten auch die Papiere von Sallie Mae. Sie fielen gut zehn Prozent, nachdem der wichtigste US-Kreditgeber für Studenten seine Gewinnprognose für 2008 gesenkt hatte.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,73 Milliarden Aktien den Besitzer. 1 787 Werte legten zu, 1 398 gaben nach und 79 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,27 Milliarden Aktien 1545 im Plus, 1440 im Minus und 119 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 29/32 auf 101-11/32. Sie rentierten mit 4,084 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 38/32 auf 107-16/32 und hatten eine Rendite von 4,535 Prozent.

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