US-Börsen
Wall Street weit im Minus

Die New Yorker Börsen sind am Mittwoch deutlich ins Minus geraten. Der Dow-Jones-Index schloss 2,6 Prozent niedriger bei 13 300 Punkten. Der S&P-500 gab 2,9 Prozent auf 1476 Zähler nach, der Technologie-Index Nasdaq 2,7 Prozent auf 2749 Stellen. Negativ wirkte sich vor allem der Rekordverlust beim größten US-Autohersteller General Motors aus.

HB NEW YORK. Ein Rekordverlust beim größten US-Autohersteller General Motors hat die New Yorker Börsen am Mittwoch weit ins Minus gezogen. Auch neue Warnungen vor den Folgen der Kreditkrise, der hohe Ölpreis und das Rekordtief des Dollars verstärkten die Sorgen über sinkende Unternehmensgewinne.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 2,6 Prozent niedriger bei 13 300 Punkten. Im Verlauf hatte er sich zwischen 13 285 und 13 647 Stellen bewegt. Der breiter gefasste S&P-500 gab 2,9 Prozent auf 1476 Zähler nach, der Technologie-Index Nasdaq 2,7 Prozent auf 2749 Stellen. Der schwache Dollar und der Ölpreis belasteten auch die deutschen Aktienmärkte. Der Dax schloss 0,35 Prozent schwächer mit 7799 Punkten.

"Es gibt drei Sorgen. Erstens die Energiepreise, die außer Kontrolle zu sein scheinen", sagte Cummins Catherwood von Rutherford, Brown & Catherwood. Außerdem treibe die Anleger die Frage um, wie viele Risiken im Zusammenhang mit der US-Hypothekenkrise Unternehmen der Finanzbranche im Portfolio haben. Schließlich gebe es Ängste vor hohen Inflationsraten, weil die Rohstoffkosten steigen.

Den Trend gaben Anleger von General Motors vor. Sie drückten den Aktienkurs des Konzerns um 6,1 Prozent auf 33,95 Dollar. GM hatte vor Handelsbeginn einen Rekordverlust von 39 Mrd. Dollar im dritten Quartal gemeldet. Grund sind milliardenschweren Sonder-Aufwendungen.

Auch der Mischkonzern 3M gehörte zu den Verlierern, weil er unter schrumpfenden Konsumausgaben infolge des hohen Ölpreises leiden könnte. Der Aktienkurs sank um 2,6 Prozent auf 83,27 Dollar. Die Schwäche der US-Währung trieb die Ölnotierungen weiter nach oben. Ein Fass der richtungweisenden US-Sorte WTI verteuerte sich um bis zu zwei Prozent auf 98,62 Dollar, kostete später aber mit 95,85 Dollar 0,9 Prozent weniger als zuvor. Da der Rohstoff in Dollar abgerechnet wird, steigt bei einem fallenden Kurs der Währung die Nachfrage außerhalb der USA.

Finanzwerte verloren wegen weiterer Sorgen über die Auswirkungen der Hypothekenkrise. Die größte US-Sparkasse Washington Mutual warnte, die Probleme am Immobilienmarkt in den USA würden auch 2008 anhalten, die Kreditausfälle zunehmen und die Hypothekenvergabe auf ein Acht-Jahres-Tief fallen. Der Kurs der Investmentbank Morgan Stanley gab 6,1 Prozent auf 51,19 Dollar ab.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,65 Mrd. Aktien den Besitzer. 296 Werte legten zu, 2987 gaben nach und 58 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,5 Mrd. Aktien 564 im Plus, 2423 im Minus und 101 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 13/32 auf 103-10/32. Sie rentierten mit 4,328 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 5/32 auf 105-12/32 und hatten eine Rendite von 4,663 Prozent.

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