US-Börsenschlussbericht
Anleger riskieren wieder etwas mehr

Heute standen an der Wall Street mal keine Horrormeldungen aus Europa auf der Agenda. Caterpillar hatte Erfreuliches zu berichten. Auch einige Übernahmen sorgten für steigende Kurse.
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New YorkGute Zahlen des weltgrößten Baumaschinenherstellers Caterpillar haben zu Wochenbeginn die US-Börsen beflügelt. Die Wall Street profitierte am Montag zudem von einer Reihe von Übernahmeankündigungen. Beides schürte den Appetit der Investoren nach risikoreicheren Anlagen und drängte die anhaltenden Schuldenprobleme in Europa in den Hintergrund.

Der Euro-Zonen-Gipfel war am Sonntagabend ohne konkrete Ergebnisse zu Ende gegangen. Etliche Regierungen betonten, man komme bei dem umfassenden Maßnahmenpaket gut voran. Entscheidungen etwa über Griechenland oder einen effektiveren Euro-Rettungsschirm sollen aber erst am Mittwoch fallen, wenn sich die 17 Euro- und die 27 EU-Regierungen erneut in Brüssel treffen. „Ich denke, der Markt hofft noch immer auf eine gutes Ergebnis des Gipfels und die Unternehmensnachrichten geben zusätzliche Unterstützung“, sagte Andrew Fitzpatrick, Investment-Direktor bie Hinsdale Associates.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsschluss mit einem Plus von 0,9 Prozent bei 11.913 Punkten. Der Index pendelte im Verlauf zwischen 11.805 und 11.940 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 1,3 Prozent auf 1254 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte 2,3 Prozent und ging mit 2699 Punkten aus Handel.

Auf der Gewinnerseite ragten die Aktien von Caterpillar mit einem Plus von fünf Prozent heraus. Der Konzern hob ungeachtet der Konjunkturflaute seine Jahresprognose an. Caterpillar gilt als Gradmesser für die wirtschaftliche Entwicklung. Das Unternehmen fuhr im abgelaufenen Quartal zudem ein Rekordergebnis ein. „Wenn ein Unternehmen mit einem solchen Namen Zahlen wie diese präsentiert, dann hilft das, das Gerede über eine weitere Rezession verstummen zu lassen“, sagte Andrew Bodner, Präsident von Double Diamond Investment Group.

Um 2,3 Prozent kletterten die Anteilsscheine des SAP -Rivalen Oracle . Der US-Konzern kauft für rund 1,5 Milliarden Dollar einen Spezialisten zur zentralen Datenverwaltung im Internet (Cloud-Dienste). Oracle bietet nach eigenen Angaben für das US-Unternehmen RightNow Technologies 43 Dollar pro Aktie. Das ist ein Aufschlag von fast 20 Prozent auf den Schlusskurs vom Freitag. Die Dividendenpapiere von RightNow sprangen 19,4 Prozent in die Höhe auf 42,94 Dollar. Unter den US-Krankenversicherern kommt es zu einer milliardenschweren Fusion. Cigna erwirbt für 3,8 Milliarden Dollar den Rivalen HealthSpring . Cigna-Papiere legten leicht um 0,4 Prozent zu, HealthSpring-Scheine verteuerten sich dagegen um knapp 34 Prozent.

Die Anteilsscheine des Chipkonzerns Texas Instruments rückten vor der Bekanntgabe der Zahlen für das dritte Quartal am Montagabend um vier Prozent vor. Auch die Papiere von Google gehörten zu den Gewinnern. Sie legten um ein Prozent zu, nachdem das „Wall Street Journal“ berichtet hatte, dass die Internetfirma bei mindestens zwei Beteiligungsfirmen um Finanzierungshilfe bei der geplanten Übernahme des Kerngeschäfts von Yahoo gebeten habe. Yahoo-Aktien kletterten 3,7 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,93 Milliarden Aktien den Besitzer. 2497 Werte legten zu, 516 gaben nach und 78 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,89 Milliarden Aktien 2080 im Plus, 474 im Minus und 79 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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