US-Konjunkturdaten belasten
Minuszeichen an der Börse in Tokio

Nach der schlechtesten Woche seit acht Monaten setzt sich der negative Trend an der Börse in Tokio in der neuen Woche fort. Schuld sind die die schlechten Konjunkturdaten aus den USA.
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TokioEnttäuschende Daten vom US-Arbeitsmarkt haben zu Wochenbeginn die Aktienmärkte in Asien gedrückt. Händler zogen sich aus risikoreicheren Anlagen zurück, da Sorgen über den Zustand der US-Konjunktur wieder in den Vordergrund rückten. Der Markt sei zuletzt von einer Erholung der größten Volkswirtschaft ausgegangen, sagte Naohiro Niimura, Partner bei der Beratungsgesellschaft Market Risk Advisory, am Montag. Nun müssten die Anleger die auf dem Boden der Realität ankommen. In Folge des schwächer als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktberichts gab der Ölpreis nach, auch der Dollar geriet unter Druck. Die Hoffnung auf weitere Konjunkturstimuli der US-Notenbank Fed gab dagegen dem Goldpreis Auftrieb.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index ging mit einem Minus von 1,5 Prozent auf 9546 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix-Index verlor ebenfalls 1,5 Prozent auf 813 Zähler. Auch an anderen Märkten in Asien wie Südkorea, Taiwan und Singapur ging es in ähnlichen Größenordnungen nach unten. Auf dem Aktienmarkt in Shanghai lastete zusätzlich die unerwartet hoch ausgefallene Inflation in China im März. Die Märkte in Hongkong und Australien blieben wie viele Börsen in Europa wegen des Feiertags Ostermontag geschlossen. An die Wall Street kehrten dagegen die Anleger bereits wieder zurück.

Die schwächelnde US-Wirtschaft schaffte im März mit 120.000 neuen Jobs deutlich weniger Stellen als von Experten erhofft.

Der Anstieg der Stellen war der schwächste seit Oktober. Zuletzt war der Eindruck entstanden, dass die langsam wieder Tritt fassende Wirtschaft immer mehr Amerikaner in Lohn und Brot bringt.

Der Dollar fiel zum Yen auf den niedrigsten Stand seit einem Monat. Die starke japanische Währung lastete wiederum auf Exportwerten wie Autobauern. Toyota -Aktien fielen ebenso wie Honda -Papiere 2,4 Prozent. Nissan ließen 3,4 Prozent Federn.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " US-Konjunkturdaten belasten: Minuszeichen an der Börse in Tokio"

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  • Ey ihr fraggle hier gehts um den Tokioschlussbericht nicht um diesen Iran/Israel/Grass Mist. -Das gelaber ist mir sch***egal.

    Schaltet eure diskussion über Facebook ein...

  • Immer schön mit der Ruhe! Wir sind keinen Deut besser, wenn ich nur an den Lynch-Mob in Emden denke! Gleich mal undifferenziert draufhauen, ein Reflex, den es in unserer Gesellschaft ganz selbstverständlich gibt. Passiert was, wird ein Schuldiger gesucht. Und wenn er an den Haaren beigezogen werden muss. Das erinnert mich schon fast an BROT & SPIELE im alten Rom. Wo bleibt da die beschworene Demokratie.

    JA! Grass muss sagen können, was er denkt. Und Isreal reagiert idiotisch mit seiner Revanche-Kampagne. Kann dieses Land denn keine Kritik aushalten? Können die jüdischen Organisationen in Deutschland nicht ausgleichend einwirken. Offensichtlich nicht. Das sind alles Statements, die von Meinungsfreiheit meilenweit entfernt sind. Deutschland ist schon lange eine Beamten-Diktatur.


  • Die israelische Aussenpolitik rudert gerade mit den Aussagen eines ehemaligen Botchafters zurück.

    Kritik an Israel darf nicht als "Gotteslästerung" im Sinne orthodoxer Kreise gelten, darf nicht durch deutsche Presseorgane in den ängsltichen Zensurtopf fallen.
    Grass ist kein NPD Funktionaer und kein Nazi, israelische Politiker aber nicht immer saubere Demokraten. Wer Mauern zieht, wird Mauern ernten.
    Kritik von Deutschen an "besetzten Gebieten"/Kriegsdrohungen sollte eher Gehör finden als von andere Seite. Geschichtlich bedingt.

    Lassen wir die US Krise wirken, die Zockerei geht ja in bewährter Manier weiter. Deutschland, eher Politik/Gemeinschaft entwickelt sich zu einem untertänigen "Vasallen einer lancierten Meinung".
    Unabhängige Journalisten gilt es zu stützen.

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