US-Marktbericht
Wall Street schließt trotz Hypothekenkrise im Plus

Die US-Börsen haben nach dem jüngsten Kursrutsch am Mittwoch wieder Boden gut gemacht. Die Verluste vom Dienstag böten Gelegenheiten zu Schnäppchen-Käufen, sagten Händler. Zudem sorgten die Fusionsvorhaben im Metallsektor für positive Stimmung, der anhaltend hohe Ölpreis verhalf Energiewerten zu Gewinnen.

HB NEW YORK. Potenziell belastend sei aber weiter die Sorge vor einer Ausweitung der Hypotheken- und Häusermarkt-Krise. Investoren könnten aus Aktien aussteigen und in den sicheren Hafen der Staatsanleihen fliehen.

Der Dow-Jones-Index schloss um 0,56 Prozent fester bei 13 578 Punkten. Im Verlauf hatte er sich zwischen 13 590 und 13 474 Stellen bewegt. Der S&P-500 kletterte ebenfalls um 0,57 Prozent auf 1 519 Zähler und der Nasdaq Composite legte um 0,48 Prozent auf 2 652 Punkte zu.

"Einige Börsianer gehen davon aus, dass es eine Überreaktion auf die Ankündigung der Ratingagenturen gab, die Einschätzung der zweitklassigen Hypotheken auf den Prüfstand zu stellen", sagte Michael Metz von Oppenheimer & Co. Tatsächlich gebe es jedoch keine Neuigkeiten.

Der Ölpreis hielt sich auf einem hohen Niveau. Davon profitierten die Aktien von Ölkonzernen. So stiegen die Papiere von Exxon Mobil um 0,9 Prozent auf 87,29 Dollar, die Aktien von Conoco-Phillips gewannen sogar 1,8 Prozent auf 85,59 Dollar. Gefragt waren zudem die Aktien von Firmen, die wenig anfällig für Konjunkturschwankungen sind, wie etwa Pharmawerte. Die Papiere von Johnson & Johnson gewannen gut ein Prozent hinzu auf 62,86 Dollar.

Aktien von Chaparral Steel stiegen um 10,5 Prozent auf 83,67 Dollar. Die kanadische Stahlfirma Gerdau Ameristeel will den US-Konkurrenten für 4,22 Milliarden Dollar oder 86 Dollar je Aktie in bar kaufen.

Der kanadische Aluminiumhersteller Alcan spricht nach eigenen Angaben mit Interessenten über einen Zusammenschluss, um den feindlichen Übernahmeversuch des US-Rivalen Alcoa zu verhindern. Alcoa-Aktien stiegen um 1,9 Prozent auf 42,43 Dollar. Alcan wehrt sich seit Monaten gegen das Alcoa-Angebot in Höhe von knapp 29 Milliarden Dollar und sucht nach Alternativen. Vor der Vorlage der Zahlen stiegen die Aktien der

Fast-Food-Firma Yum Brands um 4,9 Prozent auf 34,41 Dollar. Die Analysten von UBS hoben ihre Einschätzung für die Aktien des Unternehmens an, zu dessen Marken unter anderem Pizza Hut, Taco Bell und KFC gehören. Die Firma wollte ihre Zahlen nach Börsenschluss veröffentlichen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,53 Milliarden Aktien den Besitzer. 1 807 Werte legten zu, 1 490 gaben nach und 122 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,97 Milliarden Aktien 1 618 im Plus, 1 398 im Minus und 146 unverändert.

An den US-Kreditmärkten verloren die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel um 16/32 auf 95-13/32. Sie rentierten mit 5,099 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben 33/32 nach auf 93-08/32 und hatten eine Rendite von 5,198 Prozent.

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