Verbrauchervertrauen gestiegen
Wall Street schließt knapp behauptet

Die amerikanischen Finanzmärkte haben sich bis zum Handelsschluss kaum von der Stelle bewegt. Vor allem ein unerwartet hoher Anstieg der Erzeugerpreise trübte die Stimmung.

HB BERLIN. Die amerikanischen Finanzmärkte sind mit leichten Kursverlusten aus dem Handel gegangen. Die Standardwerte im Dow Jones lagen nach der Schlussglocke 0,1 Prozent im Minus und schlossen bei 10.543,22 Punkten. Die Technologiewerte an der Nasdaq pendelten im Handelsverlauf um den Vortagesschluss und schlossen unverändert mit 2128,07 Punkten. Der S&P 500 schloss mit minus 0,1 Prozent bei 1188,00 Punkten.

Leichte Impulse kamen zwar von den Devisenmärkten: Der Dollar legte im Handelsverlauf geringfügig zu und schloss damit an den Trend der Vortage an. Enttäuscht reagierten Anleger aber auf das unerwartet kräftige Plus bei den Erzeugerpreisen. Es habe den ganzen Tag Stillstand geherrscht auf dem New Yorker Parkett, berichteten Händler am Abend. Anleger hätten wie gelähmt auf die schwachen Konjunkturdaten reagiert. Dass das Verbraucher-Vertrauen unerwartet deutlich gestiegen ist, änderte kaum etwas an der gedrückten Stimmung.

Auch der stabile Ölpreis trug kaum zu einer Besserung bei: Das Barrel (159 Liter) Rohöl der Sorte Light Sweet zur Januarlieferung kostete am Abend an der Warenterminbörse Nymex 40,71 Dollar. Damit kostete das Fass erstmals seit vier Monaten weniger als 41 Dollar. Die Februarlieferung kostete 41,36 Dollar. Unternehmensnachrichten gab es am Freitag nur wenige.

Nur wenige Titel standen am Freitag auf der Kauflister der Anleger: Gesucht waren United Technologies mit Aufschlägen von 1,6 Prozent auf 101,03 Dollar, nachdem das Unternehmen bekannt gegeben hatte, die Erwartungen der Analysten im vierten Quartal treffen zu können. Generel Electric rückten 1,9 Prozent auf 38,93 Dollar vor. Der Mischkonzern hatte seine Dividendenprognose für das vierte Quartal auf 22 Cent je Aktie angehoben. Tagesgewinner waren Honeywell mit Aufschlägen von 2,1 Prozent auf35,31 Dollar. Exxon profitierten kaum von steigenden Ölpreisen.

Konsumgüterwerte drehten zum Teil ins Plus: Altria und Coca-Cola erholten sich von den Verlusten der Vortage. Hightechwerte knüpften hingegen an die Verluste der vergangenen Tage an: Hewlett-Packard, IBM und Microsoft verloren. Auf der Verkaufsliste der Anleger standen auch McDonald's: Die Papiere kosteten am Abend 31,65 Dollar, das ist ein Minus von 0,4 Prozent. Johnson & Johnson verbilligten sich um 1,7 Prozent auf 60,25 Dollar.

Unter den Technologiewerten standen AMD im Blickpunkt: Die Papiere gaben 1,2 Prozent auf 21,83 Dollar nach, nachdem die Investmentbank UBS die Aktie herabgestuft hatte. Dem Chiphersteller gelinge es immer weniger, mit Intel mitzuhalten, hieß es zur Begründung. Auch EMC, Sun, Siebel und Oracle verzeichneten Abschläge. Ciena litten unter Gewinnmitnahmen und gingen ein Prozent auf 2,85 Dollar nach unten. Die Papiere waren am Vortag mehr als 20 Prozent nach oben geschossen, nachdem das Unternehmen ein deutliches Erlösplus für das vierte Quartal angekündigt hatte.

Die US-Erzeugerpreise sind im November stärker gestiegen als erwartet. Wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte, betrug die Teuerungsrate im vergangenen Monat ein halbes Prozent. Grund für den unerwartet hohen Preisanstieg seien die Energiepreise. Marktbeobachter hatten nur mit einem Plus gegenüber dem Vormonat von 0,1 Prozent gerechnet. Im laufenden Jahr sind die Preise insgesamt um fünf Prozent verglichen mit der Vorjahresperiode gestiegen. Das ist der höchste Stand seit 1990. Die Teuerung für Güter exklusive Energie und Lebensmittel (Core PPI) betrug im November wie von Beobachtern erwartet 0,2 Prozent.

Das Verbrauchervertrauen der US-Bürger ist im Dezember überraschend stark auf 95,7 Punkte gestiegen. Das teilte die University of Michigan am Freitag in Ann Arbor im US-Bundesstaat Michigan mit. Marktbeobachter hatten nur mit einem leichten Anstieg auf 93,5 nach 92,8 Punkten im Vormonat gerechnet.

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