Verfallstermin am Freitag
Euro-Höhenflug drückt Dax ins Minus

Nach einer vorweihnachtlich ruhigen Sitzung hat der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch etwas leichter geschlossen. Mit der Fortsetzung seines Höhenfluges hat der Euro die Börsen weiter belastet.

HB FRANKFURT. Die Umsätze zögen vermutlich erst mit dem Verfallstermin am Freitag noch einmal an, so Börsianer. Danach sei höchstens noch „Window-Dressing“ zu erwarten, sonst blieben die Bücher vermutlich bis zum Jahresende zu. Der Deutsche Aktienindex fiel um 0,5 % auf 3847,57 Punkte.

„Der Euro drückt heute wieder einmal auf die Stimmung“, sagte ein Händler. Die Aussicht auf längerfristig niedrige US-Zinsen trieb den Euro am Mittwoch nach Reuters-Daten zeitweise auf das Rekordhoch von 1,2396 Dollar. Mit zwei Prozent ist der Leitzins der Euro-Zone derzeit doppelt so hoch wie derjenige in den USA. Daneben sorgten die anhaltenden Zweifel vieler Anleger an der Finanzierbarkeit der US-Defizite bei Leistungsbilanz und Haushalt für erneute Dollar-Verkäufe. Eine Aufwertung der Gemeinschaftswährung drückt üblicherweise die Aktienkurse, weil die Aufwertung Ausfuhren verteuert und dadurch die Gewinne der Unternehmen schmälert.

„Die neuen Anschläge in Bagdad verunsichern viele Anleger und belasten den Aktienmarkt ebenfalls“, sagte ein anderer Händler. Die Festnahme des irakischen Ex-Präsidenten Saddam Hussein hatte Anfang der Woche vorübergehend die Hoffnung auf ein Ende der Anschlagsserie in Irak genährt. Seither sind bei neuen Attentaten aber zahlreiche weitere Menschen getötet und dutzende verletzt worden.

Börsianer warnten allerdings davor, die aktuellen Kursschwankungen überzubewerten: „Der „Hexensabbat' wirft seine Schatten voraus“, sagte ein Marktteilnehmer. Händler Jan Krüger von der LBBW wies zudem auf die unterdurchschnittlichen Umsätze hin. Schon relativ kleine Kauf- oder Verkaufsaufträge lösten daher relativ große Kursschwankungen aus.

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