Verkürzter Handelstag an den US-Börsen
Wall Street schließt auf Tageshoch

Einzelhändler und Banken haben die US-Börsen an der Wall Street am Freitag Kursgewinne beschert. Die Anleger richteten während des verkürzten Handelstags ihre Aufmerksamkeit auf Einkaufsketten wie Wal-Mart, weil die Verbraucher am Tag nach Thanksgiving traditionell das Weihnachtsgeschäft einläuten.

HB NEW YORK. Finanztitel legten ebenfalls zu, nachdem das "Wall Street Journal" über Fortschritte bei der Einrichtung eines neuen Krisenfonds berichtet hatte. Energiekonzerne profitierten abermals von dem anhaltend hohen Ölpreis. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,4 Prozent fester bei 12 981 Punkten und damit auf seinem Tageshoch. Der tiefste Stand lag im Verlauf bei 12 796 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 1,7 Prozent zu auf 1 440 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 1,3 Prozent auf 2 596 Stellen. Im Wochenverlauf gab der Dow 1,5 Prozent nach, der S&P verlor 1,25 Prozent, die Nasdaq tendierte 1,54 Prozent schwächer.

In Frankfurt hatten Übernahmespekulationen um die Postbank dem Dax zu einem Plus von 0,6 Prozent verholfen.

Die gute Stimmung auf dem New Yorker Parkett sei vor allem dem Einzelhandel zuzuschreiben, weil das Weihnachtsgeschäft nach Thanksgiving überraschend gut angelaufen sei, erklärte Analyst Sal Arnuk von Themis Trading. Der Kurs des weltgrößten Einzelhändlers Wal-Mart legte um rund 1,9 Prozent zu. Die Anleger von Macy's konnten sich über ein Plus von 5,4 Prozent freuen. Der Aktienkurs von Best Buy legte 0,9 Prozent zu.

Bei den Finanztiteln kletterten die Aktien von JP Morgan Chase um 3,1 Prozent. Bank-of-America-Papiere stiegen 2,4 Prozent und Citigroup-Aktien gewannen um 3,2 Prozent. "Es beruhigt die Märkte, dass die Banken bei ihren Notfallplänen im Zuge der Kreditmarktkrise offenbar voran kommen", sagte dazu Analyst Michael Metz von Oppenheimer & Co.

Die Papiere von Exxon Mobil stiegen um 1,4 Prozent, da der Ölpreis nur knapp unter 100-Dollar-Marke tendierte. Bis zum New Yorker Mittag verteuerte sich das Fass US-Leichtöl um rund 50 Cent auf 97,89 Dollar.

Der US-Flugzeugbauer Boeing zählte mit einem Plus von 2,4 Prozent ebenfalls zu den Gewinnern, nachdem das Management des europäischen Konkurrenten Airbus den schwachen Dollar erneut als gravierendes Problem für das Unternehmen bezeichnet hatte.

Auch die Aktien von UAL, dem Mutterkonzern der zweitgrößten US-Fluggesellschaft United Airlines, trugen zu der positiven Entwicklung bei. Einem Bericht der "BusinessWeek" zufolge denkt UAL über mögliche Fusionen nach. Die UAL-Papiere gewannen 3,2 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,67 Mrd. Aktien den Besitzer. 2 635 Werte legten zu, 550 gaben nach und 69 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 0,79 Mrd. Aktien 2 129 im Plus, 683 im Minus und 103 unverändert.

An den US-Kreditmärkten blieben die zehnjährigen Staatsanleihen unverändert bei 101-29/32. Sie rentierten mit 4,016 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 13/32 auf 109-06/32 und hatten eine Rendite von 4,438 Prozent.

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