Verluste auf breiter Front
Nikkei fällt zum Wochenschluss

Anhaltend hohe Ölpreise, ein Rückgang bei den Verbraucherausgaben in Japan und negative US-Vorgaben haben die asiatischen Märkte am Freitag deutlich ins Minus gedrückt.

HB SINGAPUR. Die Tokioter Börse war nach einem Feiertag wieder geöffnet; und der Markt beeilte sich, dem 200-Punkte-Fall des Dow-Jones-Index' an den vergangenen zwei Tagen zu folgen. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 1,13 % im Minus bei 10 895 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gab 1,05 % auf 1 102 Zähler nach. Auch die meisten anderen asiatischen Märkte lagen im Minus. Lediglich der südkoreanische Index tendierte über dem Schlusskurs des Vortages.

Zu den Verlieren zählten die Titel des Kopierer- und Kameraherstellers Canon, die 2,5 % an Wert einbüßten. Aktien der Bankgesellschaft UFJ Holdings fielen um 1,49 %; Nippon Steel gaben um 1,95 % und Toyota Motor Corp. um 0,95 % nach.

Neben dem anhaltend hohen Ölpreis sorgte vor allem der unerwartete Geschäftsrückgang im japanischen Servicesektor im Juli für den Abwärtstrend. Die privaten Konsumausgaben bestimmen etwa die Hälfte der japanischen Wirtschaft und sind damit entscheidend für deren Gesundung.

„Das Geschäft im Groß- und Einzelhandel dürfte sich in den nächsten Monaten nicht dramatisch verbessern, weil die Einkommen nicht steigen“, sagte Takehiro Sato, Volkswirt bei Morgan Stanley. „Die Erholung der Wirtschaft wird sich zwar fortsetzen, und es gibt keine großen Abwärtsrisiken, aber ich sehe auch keinen starken Anstieg.“ Andere Analysten sehen hinter dem Rückgang bei den Verbraucherausgaben im Juli einmalige Effekte, die den Aufschwung nicht gefährdeten.

Der Ölpreis blieb nahe seiner Rekordmarke von 49,40 Dollar je Barrel, ging im asiatischen Handel aber leicht zurück. Gerüchte über die Freigabe von Reserven in den USA sorgten indes kaum für Entspannung am Ölmarkt. Der Euro tendierte in Fernost zum Dollar kaum verändert. Für einen Euro wurden 1,2275 Dollar gezahlt. Gegenüber der japanischen Währung blieb der Dollar dicht an seinem Fünf-Wochen-Hoch. Er wurde mit 110,62 Yen gehandelt. Belastet wurde der Yen von Berichten, Nordkorea bereite möglicherweise den Start einer ballistischen Rakete vor, die Japan erreichen könnte. Der Goldpreis gab von seinem Monatshoch wieder nach. Die Feinunze wurde mit 408,75 Dollar gehandelt nach 409,35 in New York.

An der Wall Street hatte sich der Dow-Jones-Index der Standardwerte im Geschäftsverlauf zwischen einem Tief von 10 031 und einem Hoch von 10 108 Zählern bewegt. Er verließ den Handel 0,7 % niedriger mit rund 10 038 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index fiel um 0,47 % auf etwa 1 108 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte geringfügig um 0,04 % auf rund 1 886 Punkte zu.

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