Verluste
Märkte geraten auf breiter Front unter Druck

Bei Dax, Euro und wichtigen Staatsanleihen drehen die Kurse nach unten. Experten sehen kaum Erholungsspielraum für die Märkte - der gute Jahresanfang scheint nur eine Verschnaufpause gewesen zu sein.
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Frankfurt/DüsseldorfDas Börsenjahr hat stark angefangen - aber innerhalb der ersten Woche auch schon wieder beträchtlich nachgelassen. Heute hat der Dax innerhalb einer Stunde 140 Punkte verloren, der Euro sinkt schon seit Tagen, und Anleiherenditen spiegeln wieder das Misstrauen der Investoren wider.

Auch die Finanzwerte, die regelmäßig das Schlusslicht im Dax bilden, haben im neuen Jahr schwer zu kämpfen. Die Deutsche Bank hat im noch jungen Jahr 2012 bereits acht Prozent verloren, die Commerzbank neun und die Münchner Rück 3,3 Prozent.

Die Investoren gönnen auch den EU-Sorgenkindern Italien und Spanien keine Verschnaufpause. Die Renditen der zehnjährigen italienischen und spanischen Anleihen stiegen am Freitag weiter - ein Ausdruck für wachsende Zweifel an der Zahlungsfähigkeit dieser hoch verschuldeten Länder. Die Nachrichtenlage in Sachen Euro-Krise habe sich eher verschlechtert als verbessert, sagte ein Händler. Anfang der Woche war bekannt geworden, dass in Spaniens Haushalt ein noch größeres Loch klafft als bislang angenommen. „Die Anleger sind auf der Suche nach Sicherheit, und das dürfte die Risikoaufschläge vieler Anleihen zu den deutschen Papieren weiter nach oben treiben“, erklärte Patrick Jacq, Stratege bei BNP Paribas. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten am Freitag bei 1,884 Prozent. Italienische und spanische Papiere lagen in der Spitze bei 7,373 beziehungsweise 5,906 Prozent.

Auch der Euro blieb zum Wochenschluss auf breiter Front unter Druck: Die Gemeinschaftswährung fiel erstmals seit dem 10. September 2010 unter die Marke von 1,27 Dollar, stabilisierte sich wenig später aber leicht über dieser Notierung.. Zum Yen dümpelte der Euro mit 98,18 auf einem neuen Elf-Jahres-Tief. Gegenüber dem Pfund sackte die Gemeinschaftswährung bis auf 82,35 Pence ab, den niedrigsten Stand seit 16 Monaten. Börsianern zufolge macht dem Euro weiterhin das Misstrauen der Anleger in das Management der Schuldenkrise zu schaffen.

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  • @ AdamRiese,

    nach dem Prinzip: wenn man etwas tut, muss man es richtig machen.
    Die Währungsunion, ohne Vertragsänderungen die zu einer Konvergenz der Wirtschaften führt, ist nicht überlebensfähig

  • Das Problem der Eurozone ist das Prinzip der eigenen Verantwortung dass von Deutschland und Frankreich zum eigenen Vorteil, bei der Euroeinführung, durchgesetzt wurde.
    Eine Währungsunion zwischen Ländern mit so verschiedenen natürlichen Standortvorteile und Ausgangsvoraussetzungen kann, ohne gemeinsame Verantwortung, einfach nicht funktionieren.
    Diese Art von Währungsunion, sollte es gegen aller Erwartungen überleben, würde am Ende zu einer Art von Neokolonialismus führen, mit einer horizontale Arbeitsteilung, mit einigen hochindustrialisierten Länder auf der einen Seite und Bananenrepubliken auf der Anderen.
    Das hieße der politische Tod der Währungsunion und eventuell der EU, weil die dadurch benachteiligte Europäische Länder sich dies nicht gefallen lassen würden. Daher ist Frankreich, genauso wie Deutschland, an der Misere der Währungsunion mitschuldig.

  • Gefakte Zahlen? Ich denke nicht, dass dies auf die BuBa zutrifft. Die anderen Zahlen sind objektiv nachprüfbar und faktisch richtig.
    Ich zumindest war, bin und werde nicht versklavt sein. Ich lebe in der Welt, in der ich leben will: Demokratisch, friedlich und kapitalistisch. Sie dürfen sich gerne versklavt fühlen. Das Sein bestimmt das Bewußtsein? Das Bewußtsein bestimmt das Sein..

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