Verluste vor dem Wochenende
Gewinnmitnahmen belasten Europas Börsen

Belastet von Gewinnmitnahmen und negativen Impulsen von den US-Börsen haben die wichtigsten europäischen Aktienindizes am Freitag Verluste verbucht. Händler verwiesen darauf, dass die Investoren vor dem Wochenende und den bevorstehenden Osterferien nun ihre Gewinne mitnähmen.

dpa-afx PARIS/LONDON. Belastet von Gewinnmitnahmen und negativen Impulsen von den US-Börsen haben die wichtigsten europäischen Aktienindizes am Freitag Verluste verbucht. Händler verwiesen darauf, dass die Investoren vor dem Wochenende und den bevorstehenden Osterferien nun ihre Gewinne mitnähmen. Auch in den USA gaben die Kurse unter dem Druck von Gewinnmitnahmen nach.

Der Eurostoxx 50 sank um 0,80 Prozent auf 2 198,75 Zähler. Dennoch gelang dem führenden europäischen Index im Verlauf der Woche ein Anstieg von knapp vier Prozent. Der Londoner Ftse 100 fiel am Freitag um 2,31 Prozent auf 4 029,67 Punkte, und für den französischen CAC-40-Index ging es um 1,11 Prozent auf 2 958,74 Zähler nach unten.

In London stieg der Kurs von British Airways um 6,04 Prozent auf 165,375 Pence. Die Titel waren damit einer der Favoriten im Ftse 100. Die Fluggesellschaft streicht im Rahmen eines Plans zum freiwilligen Ausscheiden aus der Firma 300 weitere Stellen. Laut Analyst Jonathan Wober von der Societe Generale ist die Nachricht positiv. Zudem habe sich die Stimmung für die Papiere von Fluggesellschaften nach dem G20-Gipfel generell verbessert. Air France-KLM etwa rückten um 4,99 Prozent auf 7,845 Euro vor. Insofern rücke die Nachricht in den Hintergrund, dass British Airways nach einem weiteren Passagierrückgang im März weiterhin mit roten Zahlen für das Gesamtjahr rechnet, sagte ein Börsianer.

Aktien von Finanzinstituten legten teilweise weiter zu. So verteuerten sich die Aktien der ING Groep um 4,58 Prozent auf 5,435 Euro. Für die Papiere der Societe Generale gaben die Anleger 5,65 Prozent mehr aus und bezahlten 33,495 Euro. In London stiegen Royal Bank of Scotland (RBS) um 8,15 Prozent auf 30,625 Pence. Das angeschlagene Finanzinstitut will voraussichtlich mehr Stellen streichen als zunächst geplant. Chairman Philip Hampton sagte zudem, dass die Bank verständlicherweise wegen des Rekordverlustes in 2008 und der Kapitalnot für 2008 keine Dividende ausschütte. Man wolle aber die Zahlung sobald wie möglich wieder aufnehmen, da man sich der Bedeutung der Dividende für die Aktionäre bewusst sei. Vor allem die Übernahme des Wettbewerbers ABN Amro im vergangenen Jahr hatte RBS in Schwierigkeiten gebracht.

Auch Aktien von Automobilherstellern zählten erneut zu den Favoriten. Sie profitierten von einer positiven Branchenstudie der Credit Suisse. Die hattenstuften den europäischen Autosektor von "Market Weight" auf "Overweight" hoch gestuft. Für die kommenden Jahre seien die Inflationsbefürchtungen übertrieben und die Branche dürfte zu den Gewinnern der fallenden Kreditkosten gehören, da sie abgesehen vom Finanzsektor am meisten von Fremdfinanzierung abhängig sei. Aktien von Renault kletterten mit plus 11,53 Prozent auf 21,335 Euro an die Spitze des Eurostoxx 50. Papiere von PSA Peugeot Citroen stiegen um 6,40 Prozent auf 18,20 Euro.

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