Volatilität bei US-Aktien: „Lasst euch nicht erschüttern“

Volatilität bei US-Aktien
„Lasst euch nicht erschüttern“

Der S&P 500 schwankt so stark wie seit 2012 nicht mehr. Doch Experten und Banken prophezeien: Die Märkte werden sich beruhigen und Aktien werden steigen. Der Grund: Die Unternehmenszahlen werden alles übertönen.
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New YorkDie anhaltende Volatilität am US-Aktienmarkt ist mit jedem Handelstag schwerer zu ignorieren. Strategen von Goldman Sachs gehen jedoch davon aus, dass dieser Trend vor einer Umkehr steht.

Am Donnerstag stieg der Standard & Poor's 500 Index um 1,5 Prozent, wobei die Spanne zwischen Hoch- und Tiefständen 1,9 Prozent betrug. Damit liegt die Innertagesspanne den 15. Tag in Folge bei über einem Prozent – die längste solche Periode seit 2012. Damals schwankte der S&P in einem Zeitraum von 18 Tagen bis zum 21. Juni 2012, wie aus Daten von Bloomberg hervorgeht.

Gegenüber 2014 haben sich die täglichen Bewegungen bei dem US-Benchmarkindex annähernd verdoppelt. Zum einen weckte der Ölpreisverfall Sorgen hinsichtlich einer Deflation, zum anderen sanken die Gewinnprognosen so stark wie zuletzt 2009. Die Investoren sind so verunsichert wie seit der europäischen Schuldenkrise vor mehr als zwei Jahren nicht mehr. Eine anziehende Konjunktur in den USA sollte sie jedoch beruhigen, schreiben Derivate-Strategen von Goldman in einer vom 20. Januar datierten Studie.

„Die Achterbahnfahrt der Märkte hat die Öffentlichkeit beunruhigt“, sagte Mark Luschini, Chef-Investmentstratege für Janney Montgomery Scott in Philadelphia. Seinen Kunden rät er: „Lassen Sie sich nicht bei ihren Positionen erschüttern. Die Fundamentaldaten haben sich nicht verändert.“

Auch wenn der Ölpreis seit Juni um die Hälfte einbrach, wuchs die US-Wirtschaft im dritten Quartal mit fünf Jahren so stark wie seit elf Jahren nicht mehr, und der Arbeitsmarkt hat das beste Jahr seit 1999 hinter sich.

Seit Jahresbeginn kommt der S&P 500 jeden Tag auf einen durchschnittliches Plus oder Minus von 0,85 Prozent, fast doppelt so viel wie die durchschnittliche tägliche Veränderung von 0,53 Prozent im vergangenen Jahr, das bei US-Aktien das ruhigste seit 2006 war.

In dem Zeitraum ist der Chicago Board Options Exchange Volatility Index (VIX) um 16 Prozent gefallen. Der VIX wird aus den Kosten für Optionen auf den S&P 500 errechnet und stellt eine Prognose für die Bewegungen bei den Aktienkursen in den nächsten 30 Tagen dar.

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„Die US-Wirtschaft ist in einem guten Zustand“

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