Vor Börsenstart
Feste US-Börsen sollten europäische Aktien beflügeln

An den europäischen Aktienmärkten werden am Mittwoch die Pluszeichen die Kurszettel dominieren. Nachdem am Vorabend der Dow-Jones-Index trotz steigender Ölnotierungen auf dem höchsten Stand seit sechs Jahren geschlossen hat, rechnen Börsianer mit einem etwas festeren Handelsauftakt.

HB FRANKFURT. Eine halbe Stunde vor Handelsbeginn sah die Citigroup den Euro-Stoxx-50 bei 3.879 Punkten. Knapp unter seinem Tageshoch war der europäische Leitindex am Vortag um 0,6 Prozent fester mit 3.862 Zählern aus dem Handel gegangen. Neben den guten US- Vorgaben dürften die Quartalsvorlagen mehrerer europäischer Großkonzerne den Handelsverlauf der entsprechenden Branchentitel prägen.

Rohstoffwerte weiter gefragt

Die europäischen Rohstoffwerte dürften am Berichtstag weiter im Fokus stehen, wie ein Händler sagt. Bereits in den USA seien Öl- und Stahlwerte gesucht gewesen. Zudem tendiere der Ölpreis mit Blick auf die Situation rund um das iranische Atomprogramm und die Verstaatlichungen in Bolivien weiter auf hohem Niveau. In Singapur wurde das Barrel zeitweise mit 74,87 USD je Barrel notiert.

Der Goldpreis stieg am Morgen auf den höchsten Stand seit 25 Jahren. In der Folge legten die Kurse der Bergbauwerte in Asien und Australien zu. Bereits am Vortag hatten sie in Großbritannien wegen der steigenden Metallnotierungen und positiver Analystenkommentare teilweise mehr als 5 Prozent gewonnen.

Autoabsatzzahlen mit uneinheitlichem Bild

Bei den Automobilwerten werden neben der Ölpreisentwicklung die jüngsten Absatzzahlen aus den USA im Fokus stehen. Mit Blick auf die US-Absatzzahlen der deutschen Automobilhersteller heißt es im Handel, dass die Zahlen des Volumenherstellers VW auf den ersten Blick positiv zu werten seien. Dagegen könnte der Rückgang bei DaimlerChrysler das Sentiment für die Titel etwas belasten.

Einen Tag nach dem französischen Konkurrenten Carrefour bestätigte auch Metro den bisherigen Ausblick. Einem Händler zufolge sollte der Quartalsbericht angesichts weitgehend erwartungsgemäß ausgefallener Zahlen nur wenig Kurseinfluss haben. Positiv überraschte hingegen der IT-Dienstleister Capgemini mit seinem Quartals-Umsatz. Dieser ist mit 1,87 Mrd EUR besser ausgefallen als die erwarteten 1,79 Mrd EUR, wie ein Händler sagt. Im Fokus stünden nun vor allem weitere Angaben zur Geschäftsentwicklung in den USA und zum Auftragseingang. Unterdessen stufte UBS Sage Group vor Zahlen auf „Buy“ von “Neutral“ herauf.

Im Bankensektor werden nicht nur die Papiere der Deutschen Bank im Fokus stehen, nachdem die Großbank Händlern zufolge eine „sehr gute“ Bilanz vorlegte. Laut einem Bericht von „Il Corierre della Sera“ hat die italienische Sanpaolo- IMI zudem Interesse an der Cassa di Risparmio di Firenze. Dies könnte die Konsolidierungsfantasie im gesamten italienischen Bankensektor weiter schüren, sagt ein Händler. Dabei sei davon auszugehen, dass auch andere Banken nun in den Fokus von potenziellen Käufern geraten.

Baustoffwerte dürften sich uneinheitlich entwickeln. Zwar werden Lafarge freundlich erwartet, nachdem mehrere Analysten ihre Kursziele und Prognosen anhoben. Das Ergebnis des österreichischen Baustoffherstellers Wienerberger blieb jedoch nach Ansicht eines Händlers unter den Erwartungen des Marktes. Analysten hätten mit 7,35 Mio EUR gerechnet, erzielt worden seien lediglich 5,7 Mio EUR. Auch das EBIT habe die mit 16,1 Mio EUR die Schätzung von 16,4 Mio EUR leicht verfehlt.

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