Vor dem Börsenstart
US-Börsen dürften nach Rekordhoch erst Luft holen

Nach dem Rekordhoch vom Freitag dürften die US-Börsen am Montag kaum verändert in den Handel starten. Herabstufungen für IBM und Amazon.com sowie der Krankenhausaufenthalt von Vizepräsident Richard Cheney belasteten die Stimmung, sagten Händler. Heraufstufungen für Cisco Systems und General Motors (GM) hielten dagegen.

dpa-afx NEW YORK. Der Future auf den S & P-500-Index gab bis 14.40 Uhr 0,90 Punkte auf 1 290,90 Zähler ab, der Nasdaq-100-Future stieg hingegen um 1,00 Punkt auf 1 749,00 Zähler.

Am Freitag hatte der Dow Jones 0,71 Prozent auf 10 959,31 Punkte zugelegt und damit auf dem höchsten Stand seit Mitte 2001 geschlossen. Händlern zufolge hatte der US-Arbeitsmarktbericht für den Monat Dezember Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Zinserhöhungen durch die US-Notenbank gestärkt. Cheney war am Montagmorgen (Ortszeit) wegen Atemnot in ein Washingtoner Krankenhaus gebracht worden. Der Ende des Monats 65 Jahre alt werdende Vizepräsident ist seit langem herzkrank.

Guidant legten vorbörslich 2,15 Prozent auf 68,80 Dollar zu. Nach dem Kaufangebot von Boston Scientific für den Medizintechnik-Konzern von 72 Dollar je Aktie zeichnet sich nun eine Übernahmeschlacht ab. Zuvor hatte Johnson & Johnson sein Angebot von 64,11 Dollar vorgelegt. Boston-Papiere notierten unverändert bei 26,24 Dollar und Johnson-Aktien gaben 0,56 Prozent auf 62,25 Dollar nach.

Aktien von Boeing und Lockheed Martin könnten für Aufmerksamkeit sorgen. Dem "Wall Street Journal" zufolge hat das US-Verteidigungsministerium die geplante Zusammenarbeit der beiden Rüstungskonzerne für die Produktion von Raketen vorläufig genehmigt.

Engelhard-Papiere dürften erneut im Fokus stehen. Nach der ablehnenden Haltung des Managements des Spezialchemiekonzerns hat der weltgrößte Chemiekonzern BASF sein Übernahmeangebot von 37 Dollar je Aktie in bar vorgelegt. Zunächst hatten die Deutschen auf eine freundliche Übernahme gesetzt.

Am Abend wird der Aluminiumkonzern Alcoa mit der Bekanntgabe der Entwicklung von Oktober bis Dezember den Reigen der Quartalsberichterstattung in den USA eröffnen.

Analystenkommentare sorgten bei einigen Aktien schon vor Börsenöffnung für Bewegung. General Motors (GM) kletterten um 4,33 Prozent auf 21,70 Dollar, nachdem Goldman Sachs die Einstufung der Papiere von "Underperform" auf "In Line" erhöht hatte. Kurzfristig sei eine Insolvenz des Konzerns sehr unwahrscheinlich, hieß es zur Begründung.

Cisco Systems legten 1,44 Prozent auf 19,04 Dollar zu. Prudential hatte die Einstufung des Netzwerkausrüsters von "Neutral" auf "Overweight" heraufgesetzt und das Kursziel von 21 auf 24 Dollar erhöht.

IBM gaben 1,12 Prozent auf 84,00 Dollar ab, nachdem JP Morgan die Aktien des Technologiekonzerns von "Overweight" auf "Neutral" herunter gestuft hatte. Es gebe Risiken in den Geschäftsfeldern Dienstleistungen und Hardware, hieß es.

Amazon.com verloren 2,24 Prozent auf 46,80 Dollar. JP Morgan hatte die Aktien des Internet-Einzelhändlers von "Neutral" auf "Underweight" gesenkt. Steigende Investitionen dürften die Margen in 2006 und 2007 belasten, schrieben die Experten zur Begründung in einer Analyse.

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