Vorbericht Frankfurt
Dax-Future rutscht ins Minus

Die deutschen Aktienindizes werden am Donnerstag knapp behauptet erwartet. Finspreads taxierte den Dax am Morgen 0,21 Prozent tiefer bei 6 707 Punkten. "Angesichts der Vorgabe ist mit einer etwas tieferen Eröffnung zu rechnen", sagte Heino Ruland von Frankfurtfinanz.

FRANKFURT. Belastet von trüben Konjunkturaussichten ist der Dax-Future zur Eröffnung am Donnerstag ins Minus gerutscht. Er fiel in den ersten Handelsminuten um 16,5 Punkte auf 6763,0 Stellen. Im Gegenzug legte der Bund-Future um 38 Ticks auf 115,29 Punkte zu. Die zehnjährige Bundesanleihe notierte drei Ticks höher bei 100,140 Punkten und rentierte bei 3,978 Prozent.

Der Dow Jones hat am Vorabend 0,39 Prozent verloren - der Future auf den US-Leitindex lag am Morgen 50 Punkte über dem Stand zum Xetra-Schluss vom Mittwoch. In Asien notierte der Nikkei-225-Index wegen Gewinnmitnahmen nach dem Minus in New York 0,93 Prozent tiefer. Im Fokus stehen laut Händlern im Tagesverlauf die Zinsentscheidungen der EZB und der Bank of England.

Die wichtigsten US-Börsen haben am Mittwoch belastet vom Ölpreis ihre Kursverluste ausgebaut und schwächer geschlossen. Der neue Rekordstand beim Öl zusammen mit der Gewinnwarnung des Logistikers United Parcel Service (UPS) habe die Anleger letztlich verunsichert und erneut Sorgen über die wirtschaftliche Entwicklung in den USA geweckt, sagten Börsianer. Der US-Ölpreises war nach Veröffentlichung der überraschend knappen Lagervorräte auf 112,20 Dollar gestiegen.

Der Nikkei-225-Index hat sich am Donnerstagmorgen in der letzten Stunde vor Handelsschluss etwas schwächer präsentiert und ist unter die Marke von 13 000 Punkten gefallen. Verantwortlich dafür waren laut Händlern Gewinnmitnahmen, nachdem die Wall Street mit Verlusten aus dem Handel gegangen und der Yen gestiegen war.

Der für den Anleihemarkt richtungsweisende Euro-Bund-Future wird nach Einschätzung von Analysten am Donnerstag gut behauptet in den Handel starten. Die Anleihen dürften vor allem anfällig für die Einflüsse vom Aktienmarkt bleiben, schreiben die Experten der HSH Nordbank in einer Tagesvorschau. Die Datenveröffentlichungen aus den USA (wöchentliche Arbeitsmarktdaten und Handelsbilanz) und der Eurozone (Industrieproduktion aus Italien und Frankreich) stünden im Schatten der Zinsentscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Bank of England.

Angesichts des sich zuletzt weiter verschärfenden Preisdrucks in der Eurozone dürfte die EZB trotz Anzeichen für eine moderate Wachstumsabschwächung den Leitzins konstant halten und auch keine Richtungsaussagen für die nächste Anpassung treffen. Bei der Bank of England erwarten die Volkswirte eine kleine Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte. Den Bund-Future wird in einer Tagesspanne von 114,84 bis 115,51 Punkten erwartet.

Der Euro hat sich am Donnerstagmorgen vor dem am Nachmittag anstehenden Zinsentscheid der EZB kaum verändert gezeigt. Wie schon am Vorabend hielt sich die europäische Gemeinschaftswährung über der Marke von 1,58 Dollar.

Der US-Ölpreis hat sich am Donnerstag nach der Rekordjagd am Vortag im asiatischen Handel kaum verändert. Zwischenzeitlich hatte der Ölpreis am Mittwoch einen neuen Rekordstand von 112,20 Dollar erreicht. Händler machen den Rückgang der US-Rohöllagerbestände in der vergangenen Woche für den Anstieg verantwortlich. Diese waren laut den am Mittwoch veröffentlichten Daten um 3,2 Mill. auf 316,0 Mill. Barrel gesunken. Von Thomson Financial News befragte Experten hatten hingegen mit einem Anstieg um 2,5 Mill. Barrel gerechnet. Zudem waren auch die Benzin- und Destillatebestände (Heizöl u. Diesel) unerwartet deutlich gefallen. Auch beflügle der anhaltende Sinkflug des Dollar den Ölpreis, sagten Händler.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%