VW-Aktie im Fokus
Dax im Banne von VW und „Rita“

Die Angst vor den wirtschaftlichen Folgen des auf die texanische Küste zurasenden Hurrikan „Rita“ hat den deutschen Aktienmarkt am Donnerstag belastet.

HB FRANKFURT. Der Deutsche Aktienindex (Dax) fiel um 0,5 Prozent auf 4849,01 Punkte. Gegen den Trend trieben Spekulationen um den Einstieg eines Großinvestors den Kurs der VW-Aktien bei ungewöhnlich hohen Umsätzen um bis zu 5,5 Prozent auf 50,74 Euro nach oben. Die Aktie erreichte damit ihren höchsten Stand seit Juni 2002.

„VW und Rita, das sind heute die großen Themen am Markt“, fasste ein Händler das Geschehen zusammen. Der Wirbelsturm belastet die Aktienkurse der Versicherer sowie einiger Chemiekonzerne, deren Produktion in Texas von dem Sturm bedroht werden könnte.

Viele Anleger befürchteten vom zweiten großen Hurrikan im Golf von Mexiko binnen vier Wochen einen nachhaltigen Dämpfer für die US-Konjunktur, der die steigenden Ölpreise bei anziehenden Zinsen zuletzt ohnehin zugesetzt haben. Der von dem Sturm bedrohte Großraum Houston ist das Zentrum der texanischen Ölindustrie. Der Hurrikan „Katrina“ hatte erst vor drei Wochen in New Orleans und im Süden von Mississippi verheerende Schäden angerichtet und zu Ausfällen in der Ölförderung und -verarbeitung gesorgt. Den Preis für ein Barrel (159 Liter) US-Leichtöl war seinerzeit auf über 70 Dollar gestiegen. Am Donnerstag kostete ein Fass etwa 67,50 Dollar.

Händler sprachen von einem abgesehen von Volkswagen ruhigen Handelstag. In- und ausländische Anleger hielten sich auch wegen des andauernden Tauziehens um die Regierungsbildung in Berlin zurück. Nach einem ersten Gespräch zwischen den Spitzen von Union und SPD wurde ein weiteres Sondierungsgespräch für die nächste Woche vereinbart.

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