Wachstumssorgen belasten
US-Börsen schließen mit Verlusten

Am letzten Handelstag vor Weihnachten haben Wachstumssorgen die US-Börsen belastet. Händlern zufolge schürte der Rückgang von Rohstoffpreisen neue Ängste vor einer Konjunktur-Abkühlung. Auch günstiger als erwartet ausgefallene US-Inflationsdaten konnten die schlechte Stimmung kaum aufhellen. Führende Werte wie die Aktien des US-Flugzeugherstellers Boeing verbilligten sich bei dünnem Handel um über ein Prozent.

HB NEW YORK. Der Dow Jones verlor zum Handelsschluss 0,63 Prozent auf 12343,22 Punkte - im Wochenvergleich büßte der US-Leitindex damit rund 100 Punkte ein. Der marktbreite S&P-500-Index fiel um 0,53 Prozent auf 1410,76 Zähler. An der Nasdaq büßte der Composite-Index 0,61 Prozent auf 2401,18 Punkte ein. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 gab 1,00 Prozent auf 1 748,61 Zähler ab.

„Die Aktien dümpeln vor sich hin, es herrscht kaum Interesse am Markt“, sagte John O'Donoghue von Cowen & Co. Auch die kommenden Handelstage dürften sehr ruhig verlaufen, so der Börsianer. Die Konjunkturdaten sowie die Unternehmenszahlen seien eigentlich recht positiv ausgefallen, hätten aber keine Impulse geben können.

„Meiner Ansicht nach gibt es Ängste vor einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums, daher sehen wir Verluste im Aktienhandel“, sagte Stephen Massocca von Pacific Growth Equities. Der Auftragseingang für langlebige Güter ohne den sehr schwankungsanfälligen Bereich Verkehr fiel im November unerwartet. Zudem war der Preis für Kupfer, der als Indikator für Wirtschaftswachstum gilt, am Donnerstag auf den tiefsten Stand seit drei Monaten gefallen.

Vor diesem Hintergrund gaben die Boeing-Aktien um 1,31 Prozent auf 88,76 Dollar nach. Die Papiere des Chemiekonzerns DuPont verloren um 0,84 Prozent an Wert auf 48,57 Dollar.

Aktien von Exxon Mobil verloren trotz der Halbierung einer Strafzahlung 0,61 Prozent auf 75,41 Dollar. Ein Berufungsgericht in San Francisco hatte eine Milliardenstrafe für den weltgrößten Ölkonzern auf 2,5 Mrd. Dollar gekürzt. Die ursprüngliche Strafsumme in Höhe von fünf Mrd. Dollar (3,8 Mrd. Euro) sei exzessiv gewesen, führte das Bundesgericht nach Berichten des Radiosender KCBS zur Begründung an. Händler verwiesen auf den wieder gefallenen Ölpreis als Grund für die Kursverluste - dieser näherte sich am Abend wieder der Marke von 62 Dollar.

Seite 1:

US-Börsen schließen mit Verlusten

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%