Währungen
Euro beruhigt sich

Der Euro kommt ein wenig zur Ruhe, schließlich hat Federal-Reserve-Chef Bernake Mitte der Woche neue Andeutungen gemacht. Wann die Geldpolitik gestrafft wird, scheint wieder offen, der Euro ist dadurch weniger getrieben.
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FrankfurtNach seiner jüngsten Rally hat der Euro am Freitag eine Verschnaufpause eingelegt. Die Gemeinschaftswährung notierte zum Wochenschluss bei 1,3075 Dollar nach 1,3094 Dollar im Vortagesgeschäft. Zeitweise war der Euro wegen der Aussicht auf eine doch länger anhaltende US-Geldschwemme über 1,32 Dollar gestiegen. US-Notenbankchef Ben Bernanke hatte am Mittwochabend deutlich gemacht, dass die an den Finanzmärkten ab Herbst erwartete, schrittweise geldpolitische Straffung in den USA keineswegs ausgemacht sei. Bernanke sagte, der ultralockere Kurs der Geldpolitik sei auch in absehbarer Zukunft erforderlich.

Analysten gingen davon aus, dass auch die am Nachmittag anstehenden US-Konjunkturdaten die Erwartung einer erst späteren Rückführung der Anleihenkäufe tendenziell stützen sollte. Helaba-Analyst Johannes Jander prognostizierte, dass das vorläufige Verbrauchervertrauen der Uni Michigan enttäuschen könnte. Die University of Michigan befragt bei der Ermittlung des Verbraucherpreisindex seit 1978 allmonatlich mindestens 500 Haushalte. Dabei gibt der Index Auskunft über die Einschätzung der Verbraucher sowohl der momentanen als auch der zukünftigen Erwartungen. Ein schrumpfendes Verbrauchervertrauen gilt als Vorzeichen für schwächere Konsumausgaben. Ein möglicher Kurs-Rückgang sollte sich aber in Grenzen halten, schrieb der Experte in einem Kommentar.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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