Wal Mart freut sich über tolles Weihnachtsgeschäft
Wall Street setzt zu Jahresendspurt an

Der Gesamtmarkt an der Wall Street wurde am Tag nach Weihnachten bei niedrigen Umsätzen vor allem durch weiter sinkende Ölpreise ins Minus gezogen. Gelitten haben vor allem die Unternehmen der Ölbranche.

HB NEW YORK. Der Leitindex Dow Jones lag am Nachmittag in New York 0,15 Prozent im Minus bei 10 811 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verlor knapp 0,2 Prozent auf 1208 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor ebenfalls rund 0,15 Prozent und notierte bei 2157 Zählern.

Der Preis für ein Barrel (knapp 159 Liter) leichtes US-Öl zur Lieferung im Februar gab am Montag angesichts anhaltender Vorhersagen eines warmen Winters in den USA um 2,92 Dollar auf 41,26 Dollar nach. Die Wetteraussichten lassen auf einen verminderten Verbrauch von Heizöl schließen. Für die Ölkonzerne bedeutet der Preisrückgang allerdings niedrigere Einnahmen.

Dies schlug auf deren Kurse durch: Die Aktien von Exxon Mobil verbilligten sich um 1,62 Prozent auf 51,14 Dollar, die von Chevron Texaco gaben 0,7 Prozent auf 52,30 Dollar nach. Auch der weiter zum Euro sinkende Dollarkurs könnte Analysten zufolge die Indizes belasten. Der Euro hatte seinen Höhenflug nach den Weihnachtsfeiertagen fortgesetzt und am Montag erstmals die Marke von 1,3600 Dollar durchbrochen. „Der Dollar könnte die Aktien heute ein wenig in Mitleidenschaft ziehen. Er macht US-Titel weniger attraktiv“, sagte Brian Williamson von Boston Co. Asset Management.

Unter Druck gerieten auch die Papiere von Versicherern wegen des verheerenden Seebebens in Südasien. Bei dem weltweit stärksten Erdbeben seit 40 Jahren wurden mehr als 23 000 Menschen getötet. Zwar erwarteten Analysten eher geringe Auswirkungen auf die US-Versicherungsbranche, dennoch gaben die Aktien der American International Group 0,5 Prozent auf 65,95 Dollar ab.

Zu den Gewinnern im Montagshandel gehörten die Anteilsscheine von Einzelhändlern. Diesen kamen nach Einschätzung von Händler Ted Oberhaus von Lord Abbett & Co gute Geschäfte beim Verkauf zu und nach Weihnachten zu Gute.

Die Papiere des weltgrößten Branchenvertreters Wal-Mart Stores verteuerten sich um 1,1 Prozent auf 53,13 Dollar. Die Aktien des Internethändlers Amazon.com schnellten sogar um mehr als zehn Prozent auf 42,82 Dollar nach oben. Das Unternehmen gab bekannt, das Feiertagsgeschäft sei besser als je zuvor verlaufen.

Zwischen den Weihnachtsfeiertagen und dem Jahresende waren nur wenige Händler auf dem New Yorker Börsenparkett anwesend. Dies drückte sich in niedrigeren Umsätzen aus, die wiederum die Volatilität der Kurse erhöhten.

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