Wal-Mart gehörten zu den großen Verlierern
Arbeitsmarkt drückt US-Börsen ins Minus

Die New Yorker Aktienmärkte sind am Freitag von einem enttäuschenden Arbeitsmarktbericht ins Minus gedrückt worden. Außerdem schichtete ein Marktteilnehmer Papiere im Wert von mehr als einer Milliarde Dollar von Aktien in US-Anleihen um. Das belastete die Wall Street ebenfalls.

HB NEW YORK. Dem Abgabedruck konnten sich auch die Technologietitel nicht entziehen, die zunächst von optimistischeren Geschäftserwartungen des Börsenschwergewichts Intel gestützt worden waren. Tom Schrader von Legg Mason Wood sagte, die Umschichtung habe den Aktienmarkt gedrückt und den Kreditmärkten Kursgewinne beschert.

Der Standardwerte-Index Dow Jones verlor bis zum Handelsschluss in New York 0,88 Prozent auf 9503,34 Punkte. Der breiter gefasste Standard&Poor's-500-Index fiel 0,64 Prozent auf 1021,36 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq lag dagegen nur 0,58 Prozent tiefer auf 1858,12 Zählern.

Trotz der konjunkturellen Erholung dauert der Stellenabbau in den USA weiter an. Die Zahl der Beschäftigten ging im vergangenen Monat entgegen den Expertenprognosen deutlich zurück. Analysten sehen wachsende Gefahren, dass die angespannte Beschäftigungssituation den Konsum drosselt und damit die erhoffte Wachstumsbeschleunigung bremst.

Intel schlossen gut behauptet

Bill Cheney von John Hancock Financial Services bezeichnete die anhaltende Arbeitsmarktschwäche zwar als Grund zur Besorgnis. Er sah aber durchaus zugleich gute Chancen, dass sich die Situation ändert. „Es sind lediglich Daten für einen Monat, und ich neige weiterhin zur Einschätzung, dass die Ausgaben von Verbrauchern, Regierung und Unternehmen hinreichend zunehmen, um einen selbsttragenden Kreislauf von Ertragssteigerungen und neuen Jobs zu entwickeln“, erklärte Cheney.

Die Aktien des weltgrößten Chipherstellers Intel schlossen gut behauptet mit plus 0,11 Dollar bei 28,71 Dollar. Der Konzern hatte am Donnerstag nach Börsenschluss mitgeteilt, einen Quartalsumsatz am oberen Ende seiner Prognosespanne zu erwarten. Für positive Nachrichten aus dem Technologiesektor sorgte auch der SAP-Konkurrent PeopleSoft. Der Softwareproduzent stellte größere Kosteneinsparungen durch die Übernahme des Rivalen J.D. Edwards in Aussicht als ursprünglich erwartet. PeopleSoft-Papiere konnte die Kursgewinne allerdings nicht halten und schlossen knapp behauptet mit 19,30 Dollar.

Boeing-Aktien verloren

Zu den großen Kursverlierern im Dow Jones zählten die Aktien des Einzelhandelsriesen Wal-Mart, dessen Papiere von einer Investmentbank herunter gestuft worden waren. Wal-Mart verloren rund zwei Prozent auf 58,89 Dollar. Unter Abgabedruck gerieten auch Boeing, nachdem sich der Vorsitzende des Streitkräfteausschusses gegen umstrittene Pläne der Luftwaffe zur Miete und späterem Kauf von 100 Boeing 767 im Wert von 22,4 Milliarden Dollar ausgesprochen hatte. Boeing-Aktien verloren 1,9 Prozent auf 37,16 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten knapp 1,45 Milliarden Aktien den Besitzer. 1463 Werte legten zu, 1785 gaben nach und 163 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,92 Milliarden Aktien 1409 im Plus, 1780 im Minus und sieben unverändert.

An den US-Kreditmärkten gewannen die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel auf 99-7/32 Punkte, was die Rendite auf 4,346 (Vortag 4,505) Prozent kräftig nach unten drückte. Die 30-jährigen Bonds rückten um fast zwei volle Punkte auf 102-25/32 (Vortag 100-29/32) Zähler vor, womit sich eine Rendite von noch 5,183 (5,305) Prozent ergab.

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