Wall Street
Am Ende doch wieder im Plus

Nach gutem Start musste die Wall Street ihre vor allem durch Finanzwerte getriebenen Gewinne abgeben und tendierte uneinheitlich. Unterm Strich ergab sich aber ein hauchdünnes Plus.
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Die US-Börsen sind am Mittwoch mit leichten Gewinnen aus dem Handel gegangen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte 0,1 Prozent auf 12.270 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss nahezu unverändert bei 1314 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,6 Prozent auf 2761 Stellen.

Nachdem die US-Börsen am Mittwoch zunächst nur kurzzeitig von den Quartalszahlen der Großbank JPMorgan Chase profitierten, gab die Wall Street ihre - vor allem durch Finanzwerte getriebenen - Gewinne ab und tendierte uneinheitlich. Energiewerte legten dank höherer Rohölpreise zu und begrenzten die Verluste.

Zugpferd bei den Tech-Werten waren mit einem Plus von mehr als zwölf Prozent Aktien von Riverbed Technology. Das Unternehmen hatte seinen Quartalsausblick erhöht. Papiere des Konkurrenten F5 Networks legten 3,1 Prozent zu. Scheine von EMC gewannen 3,2 Prozent, nachdem Goldman Sachs ein besseres Quartalsergebnis für den Hersteller von Datenspeichertechnik prognostiziert hatte.

JPMorgans Bilanz löste an der Wall Street eine Berg- und Talfahrt aus. Finanzwerte kletterten, nachdem das Geldhaus eine Gewinnsteigerung bekannt gegeben hatte. Im Handelsverlauf machten sich jedoch Zweifel breit, ob sich der starke Zuwachs wiederholen und das Ergebnis auf weitere Institute übertragen lasse. Zudem kündigte der Konzern an, in nächster Zeit auf eine Anhebung der Dividende zu verzichten.

Das Papier von JPMorgan, die als erste Bank in der Bilanzsaison Zahlen vorlegte, gab 0,8 Prozent nach. Dem Trend folgten auch andere Finanzwerte. Bank of America verlor 1,5 und Citigroup 1,1 Prozent. „Die Leute haben das Gefühl, dass egal was diese Unternehmen sagen, das leicht zu verdienende Geld bereits in der Kasse ist. Weitere Zugewinne werden schwieriger zu realisieren sein“, sagte Rick Fier von Conifer Securities.

Zunächst nicht weiter bergauf ging es mit den Papieren von Tyco, die 0,6 Prozent nachgaben. Am Dienstag hatten die Aktien noch rund sieben Prozent zugelegt nach Spekulationen, der französische Elektrokonzern Schneider sei an Tyco interessiert. Schneider erklärte am Mittwoch dazu, derzeit keine Übernahmeverhandlungen mit Tyco zu führen. Händler wiesen aber darauf hin, dass ein solches Dementi eher weich ist. Kreisen zufolge hat Schneider ein ernsthaftes Interesse

Eher enttäuschende Konjunkturdaten kamen vom US-Einzelhandel, wo der Umsatz im März mit 0,4 Prozent nicht ganz so deutlich wie die erwarteten 0,5 Prozent stieg. Ohne Umsätze bei Kraftstoffen hatten die Händler gar nur 0,1 Prozent mehr in den Kassen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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