Wall Street
Arbeitslosenzahlen bringen Dow Jones in Schwung

Die wichtigsten amerikanischen Indizes wurden von den guten US-Arbeitsmarktdaten beflügelt. Nach anfänglich Zuwächsen ließ die Euphorie im späten Handel aber wieder ein wenig nach.
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New York

Überraschend ermutigende Daten vom US-Arbeitsmarkt haben die New Yorker Börsen am Freitag beflügelt. Die Anleger zeigten sich erleichtert, dass US-Firmen im April deutlich mehr neue Mitarbeiter einstellten als erwartet. Noch am Donnerstag hatte ein unerwartet starker Anstieg der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe die Kurse belastet. Eingetrübt wurde die Kauflaune aber von einem Bericht von Spiegel Online, wonach die griechische Regierung einen Austritt aus der Eurozone erwägt. Dies wurde allerdings umgehend dementiert.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 0,4 Prozent höher bei 12.638 Punkten. Im Laufe des Tages pendelte er zwischen den Marken von 12.579 und 12.759. Der breiter gefasste S&P-500 legte ebenfalls um 0,4 Prozent zu und schloss mit 1340 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,5 Prozent auf 2827 Punkte. In Frankfurt verabschiedete sich der Dax mit einem Aufschlag von 1,6 Prozent auf 7492 Punkte ins Wochenende.

Im frühen Geschäft hatten alle drei US-Marktbarometer sogar noch ein Plus von mehr als einem Prozent ausgewiesen. Händler sagten, dass sich bei den Börsianern nach der monatelangen Kursrally Vorsicht eingestellt habe. Eine Abwärtskorrektur von fünf bis zehn Prozent sei in der nächsten Zeit möglich, sagte James Dailey von Team Asset Strategy Fund. Später drückten auch die Griechenland-Gerüchte auf die Kurse. Für die gesamte Woche bleibt beim Dow Jones ein Minus von 1,3 Prozent, beim S&P 1,7 und beim Nasdaq 1,6 Prozent.

Zum Wochenschluss wurde bekannt, dass die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft um 244.000 stieg. Dies ist das stärkste Plus seit elf Monaten. Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich einen Anstieg von 186.000 erwartet. Mit dem Stellenzuwachs erholt sich die weltgrößte Volkswirtschaft weiter von der schwersten Rezession seit den 30er Jahren, was auch den Unternehmen zugutekommen sollte. "Die starken Zahlen erinnern jeden daran, dass wir uns noch immer auf dem Weg der Erholung befinden", sagte Jeff Kleintop von LPL Financial in Boston

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