Wall Street Ausblick: Bilanzsaison hält New Yorker Börse in Atem

Wall Street Ausblick
Bilanzsaison hält New Yorker Börse in Atem

Die US-Börse wartet gespannt auf anstehende Bilanzen. In der kommenden Woche stellen die Citigroup, Goldman Sachs und Morgan Stanley ihre Ergebnisse vor. Außerdem entscheidend sind die Nachrichten aus der Euro-Zone.
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New YorkVom „Business as usual“ ist die Wall Street derzeit weit entfernt: Auf der einen Seite schaut sie gespannt auf die Bilanzsaison, die in der kommenden Woche ihren Höhepunkt erreicht, auf der anderen Seite sorgt sie sich um einen Abschwung der Weltwirtschaft, auf den zuletzt einige Daten hindeuteten. Das Zusammenspiel von Geschäftsberichten und Konjunkturdaten wird über die Richtung entscheiden, die die Wall Street einschlägt.

Der Auftakt des Berichtszeitraums mit dem Aluminiumkonzern Alcoa in der vergangenen Woche verlief erfreulich, auch die Großbanken JPMorgan und Wells Fargo überzeugten. Von den 32 S&P-Unternehmen, die bisher Einblick ins abgelaufene Quartal gaben, schnitten drei Viertel besser ab als erwartet. Am Montag startet eine der geschäftigsten Wochen an der Wall Street. 86 Firmen veröffentlichen ihre Ergebnisse. Das Gewitter entladen unter anderem die Finanzinstitute Citigroup, Goldman Sachs und Morgan Stanley sowie die Dow-Werte Intel, General Electric, DuPont und Microsoft.

Obwohl diese Bilanzen die Börsianer in Atem halten, sind Nachrichten aus der Euro-Zone genauso von Interesse. „Die Geschäftsberichte übertreffen die Erwartungen. Die Prognosen sind ziemlich optimistisch. Allerdings benötigt es nur eine miserable Nachricht aus Europa, um das Heft zu übernehmen“, sagte Analyst Jack Albin von der Chicagoer Harris Private Bank. Nachdem das Wirtschaftswachstum in China zu Jahresbeginn so schwach ausfiel wie zuletzt vor drei Jahren und die Bedenken über Spaniens Finanzstabilität wieder zunahmen, ging es an den US-Börsen am Freitag abwärts - obwohl JPMorgan überzeugende Zahlen ablieferte.

Die Wall Street erlebte ihre schlechtesten zwei Wochen seit November. Der Dow-Jones-Index beschloss die zwei Wochen mit einem Minus von 2,7 Prozent auf 12.849 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 fiel ebenfalls 2,7 Prozent auf 1370 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ging bei 3011 Stellen aus dem Handel. Investor Kei Sasaki sprach von einer Korrektur, auf die jeder gewartet habe. Investmentstratege Paul Mendelsohn hält einen Rückgang des S&P auf 1358 Punkte für möglich.

Auf der Konjunkturseite herrscht in den USA seit dem Arbeitsmarktbericht von März Verunsicherung. Dieser fiel schwächer aus als erwartet. „Es ist spannend, zu sehen, ob dies der Beginn einer leichten Korrektur ist - ob die Arbeitslosenzahlen nur ein Vorbote waren“, sagte Analyst Stephen Massoca von Wedbush Morgan. In der kommenden Woche werden nur wenige Konjunkturdaten bekanntgegeben. Bei den Einzelhandelsumsätzen am Montag rechnen Experten im Schnitt mit einem Anstieg von 0,4 Prozent, bei der Industrieproduktion am Dienstag um 0,3 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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