Wall Street Ausblick
Bilanzsaison sorgt für Spannung

Die heiße Phase der Quartalsbilanzen sorgt für Spannung an den US-Börsen: Die Citigroup und Wells Fargo veröffentlichen ihre Geschäftszahlen am Dienstag, es folgen die Bank of America, Intel und Google.
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New YorkDie Bilanzsaison rückt in der kommenden Woche an der Wall Street in den Fokus. Während in Europa weiter die Schuldenkrise tobt, hoffen die Händler auf eine positive Quartalsberichte aus der US-Wirtschaft. Die Probleme in der Euro-Zone dürften aber wegen der schlechteren Bonitätsnoten für mehrere Euro-Staaten wohl nur vorübergehend in den Hintergrund gedrängt werden.

In der kurzen Handelswoche, die wegen des Martin-Luther-King-Feiertags erst am Dienstag beginnt, werden vor allem die Banken für Schlagzeilen sorgen. Nachdem JP Morgan am Freitag trotz eines herben Gewinneinbruchs Hoffnungen auf eine gute Entwicklung im laufenden Jahr weckte, beantworten am Dienstag Citigroup und Wells Fargo die Frage, ob sie hier mithalten können. Es folgen Goldman Sachs am Mittwoch sowie die Bank of America und Morgan Stanley am Donnerstag. Die Aktie der Bank of America legte seit Jahresbeginn bereits 22 Prozent zu. „Banken werden eine große Rolle spielen, besonders im Hinblick auf Europa“, sagte Hank Herrmann von Waddell & Reed Financial.

Auch die ersten Technologiekonzerne veröffentlichen ihre Ergebnisse, darunter Intel am Mittwoch sowie Google und Microsoft am Donnerstag. Mischkonzern General Electric ist am Freitag an der Reihe.

Die Herabstufung der Bonität von Euro-Ländern wie Frankreich und Österreich sorgt auch bei den US-Börsianern für Unbehagen. „Wir werden in den kommenden Wochen weiter viel Unruhe sehen“, sagte Christopher Sheldon von BNY Mellon Wealth Management in Boston. „Wir wollen, dass für Europa eine Lösung gefunden wird, aber es wird weiter Auf und Ab gehen.“ Seit dem Jahreswechsel haben alle wichtigen Indizes zugelegt. Positive Konjunkturnachrichten setzten sich zeitweilig gegen die Sorgen wegen der europäische Schuldenkrise durch. Die Anleger erhoffen sich nun eine Bestätigung des positiven Trends von den nächsten Daten: Ihre Blicke richten sie vor allem auf die Konjunkturbarometer der Federal Reserve Banken von New York (Dienstag) und Philadelphia (Donnerstag). Von Reuters befragte Analysten sagten für beide einen Anstieg voraus.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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