Wall-Street-Ausblick

Bullen und Bären gleichauf

Wer behält nächste Woche die Oberhand an der Wall Street – die Optimisten oder Pessimisten? Entscheidend wird sein, wie die Konjunkturdaten und die Bilanzen, unter anderem von Pfizer, Time Warner und Visa, ausfallen.
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Bulle an der Wall Street. Quelle: ap

Bulle an der Wall Street.

(Foto: ap)

New YorkDas Ringen zwischen Optimisten und Pessimisten geht an der Wall Street in der kommenden Woche in eine vorentscheidende Runde. Das Feld der gerne mit Bullen verglichenen risikofreudigen Investoren hofft, dass nun endlich Konzernbilanzen und Konjunkturdaten den Auftakt für die nächste Rally geben. Sie setzen darauf, dass sich die Erholung am kriselnden Arbeitsmarkt fortsetzt und damit ihrem Geschäft einen schwungvollen Start in den Mai beschert. Aus ihrer Sicht haben die vergangenen Wochen ausgereicht, um überschießende Kurse aus den ersten drei Monaten des Jahres zu korrigieren, wie Larry McMillan von McMillan Analysis sagt. „Daher hat der Markt das Potenzial für einen weiteren Schritt nach oben.“

Insbesondere am breiter gefassten S&P-500-Index könnte sich Experten zufolge ein Trend für die kommenden Wochen abzeichnen. Am Freitag eroberte das Barometer der Industriewerte mit einem Wochenplus von 1,8 Prozent die psychologisch wichtige Marke von 1.400 Punkten knapp zurück. Im Monatsvergleich liegt es aber immer noch 0,4 Prozent im Minus, nach einem Aufschwung von jeweils drei bis vier Prozent zwischen Januar und März. Die nächste wichtige Marke sei mit 1.422 Punkten der zuletzt erreichte Ausschlag nach oben, sagte Analyst Brian Lazorishak von Chase Investment Counsel. „Ein Schlusskurs darüber könnte die Möglichkeit bieten, die Höchststände von Anfang 2008 auszutesten.“ Im Auge haben die Börsianer damit schon die nächste Etappe: 1.440 Punkte, wie sie vor vier Jahren im Mai erreicht wurden.

Die Investoren werden sich die Zahlen vom Arbeitsmarkt ganz genau ansehen. Seine Entwicklung hat zuletzt enttäuscht. Zwar fiel die Arbeitslosenquote im März auf das Dreijahrestief von 8,2 Prozent, doch schwächte sich das Jobwachstum auf das langsamste Tempo seit Oktober ab. Erste Hinweise dürfte der Arbeitsmarktbericht der Privatwirtschaft am Mittwoch liefern. Am Donnerstag folgen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, ehe am Freitag der mit Spannung erwartete Monatsbericht der Regierung ansteht.

Aber auch die Bilanzsaison wird die Anleger weiter in Atem halten. So werden am Dienstag Quartalszahlen vom weltgrößten Pharmariesen Pfizer erwartet. Am Mittwoch geben dann der Mediengigant Time Warner und der Kreditkartenanbieter Visa Einblick in ihre Geschäfte zu Jahresanfang. Der Lebensmittelriese Kraft legt am Donnerstag nach. Und die Zeichen stehen nicht schlecht: Bislang haben mehr als die Hälfte der Unternehmen aus dem S&P-500 ihre Ergebnisse vorlegt. Davon haben mehr als zwei Drittel die Erwartungen übertroffen.

  • rtr
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10 Kommentare zu "Wall-Street-Ausblick: Bullen und Bären gleichauf"

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  • von Frank Meyer

    Börse als Hühnerstall

    http://www.rottmeyer.de/borse-als-huhnerstall/


    LN-Börsenexperte Frank Meyer: „Es herrscht Finanzkrieg“

    http://www.ln-online.de/nachrichten/3329507/ln-boersenexperte-frank-meyer-es-herrscht-finanzkrieg

  • Wie kann ich eine Anlage Long Nichtzykliker/Short Zykliker realisieren? Ohne Futures und Optionen.

  • In Seitwärtsphasen verdienen v.a. die Stillhalter in Optionspositionen: "www.daxweekly.blogspot.de"

  • Ps: Aber viele gute Prop-Trader verlassen auch das Haus freiwillig, um auf eigene Rechnung zu arbeiten.
    Ein Senior-Trader verdient auch bei der Deutschen Bank max. nur 250.000,00 € im Jahr inkl. Bonus !

  • Machen sie doch gar nicht.

    Anshu Superstar und Moneymaker hat´s doch mit den Q1-Zahlen am Donnerstag wieder bewiesen, wo die " richtige " Kohle verdient wird !

  • @FlashGordon
    jetzt müssen Sie mir nur noch erklären warum die Deutsche Bank und auch andere Großbanken den Eigenhandel ganz oder teilweise einstellen wenn doch alles so einfach ist Ihrer Meinung nach.

  • Viel Spaß weiter im Spielcasino. Hoffe, Sie verlieren nicht Alles!
    Würde ich so wenig "verdienen", ich würde mich schämen, dies auch noch zu posten im Netz!

  • Sie kennen doch das Spielchen schon, kein fester User-Name beim Handelsblatt, keine Antwort von mir !

  • Sie verdienen am Tag also 30.000 Euro, das Jahresgehalt des
    Michel.
    Läuft es gegen Sie setzen Sie ein 3-Monatsgehalt = 30.000
    in den Sand.

    Dann ist ihr Verdienst 10.000/Monat.
    Das wollten Sie der ganzen Welt posten,
    oder war das nur Ihre Dummheit ?




  • Herrliche Intraday-Volatilität gestern. Trader-Herz was willst du mehr ?

    An so einem Tag verdient man(n) das, was der Durchschnitts-Michel im Jahr verdient (man muss allerdings auch bereit sein ein Dreimonats-Gehalt auszuzahlen, wenn`s mal gegen einen läuft).

    Merke: Wer kein Geld verlieren kann, kann auch keins gewinnen und hat per se schon mal nix an der Börse zu suchen. So einfach ist das !

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