Wall-Street-Ausblick: Gierig nach weiteren Rekorden

Wall-Street-Ausblick
Gierig nach weiteren Rekorden

Die Zeichen stehen günstig, dass sich die Rally an den US-Börsen fortsetzen wird. Positive Impulse erwarten Analysten vom Einzelhandel. Die Gefahr eines Rückschlags bleibt wegen der Krim-Krise aber bestehen.
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New YorkAn der Wall Street stehen die Zeichen für eine neue Rally günstig. Die US-Börsen könnten daher ihre Rekordjagd wiederaufnehmen. Unter anderem rechnen Volkswirte nach dem wetterbedingten Einbruch der US-Einzelhandelsumsätze mit einer leichten Erholung. Wegen der Krise zwischen der Ukraine und Russland um die Halbinsel Krim bleibt die Gefahr eines Rückschlags aber bestehen.

Die führenden US-Indizes legten auf Wochensicht dagegen leicht zu. Der breiter gefasste S&P-500 markierte am Freitag sogar mit 1878 Zählern einen neuen Schlussrekord. Allerdings überlagerten Sorgen vor einer Eskalation der Krim-Krise positive Nachrichten vom US-Jobmarkt und damit die Hoffnung, dass zuletzt schwächere Daten vor allem auf den strengen Winter und nicht auf eine fundamentale Entwicklung zurückzuführen sind.

Commerzbank-Stratege Ulrich Leuchtmann rechnet derzeit aber nicht mit einer Eskalation des Krim-Konflikts. Daher seien in der kommenden Woche auch keine nachhaltigen Effekte an den Börsen zu erwarten. „Die bislang ins Spiel gebrachten Sanktionen sind wirtschaftlich nicht relevant.“ Die Staats- und Regierungschefs der EU haben erste Strafmaßnahmen gegen die Regierung in Moskau ergriffen. So werden die Gespräche über visafreie Reisen ausgesetzt. Weitere Schritte, wie beispielsweise das Einfrieren von Konten, sind im Gespräch.

US-Konsumenten in Kauflaune

Bei den Konjunkturdaten warten Börsianer vor allem auf die US-Einzelhandelsumsätze am Donnerstag. Von den Zahlen erhoffen sie sich Rückschlüsse darauf, ob die US-Notenbank Fed an ihrer Politik der langsamen Straffung der Geldpolitik festhalten wird. Von Reuters befragte Analysten sagen für Februar einen Anstieg von 0,2 Prozent zum Vormonat voraus, nach einem Minus von 0,4 Prozent im Januar.

Ebenfalls am Donnerstag sollen die Zahlen zur chinesischen Industrieproduktion veröffentlicht werden. Spekulationen um eine deutliche Abkühlung der dortigen Konjunktur hatten in den vergangenen Monaten mehrfach für Unruhe an den internationalen Finanzmärkten gesorgt. Ein überraschender Einbruch der Exporte im Februar schürte am Wochenende die Zweifel an der Stärke des chinesischen Wachstums. Experten erwarten, dass die Industrieproduktion im Februar um 9,5 Prozent wuchs nach zuvor 9,7 Prozent.

Optimistischer blicken Analysten auf die Entwicklung der Euro-Zone. Sie gehen davon aus, dass die Industrieproduktion auf dem alten Kontinent im Januar um 0,5 (Vormonat: minus 0,7) Prozent gestiegen ist.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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