Wall-Street-Ausblick
Kein Sommermärchen an der Börse

Konflikte in der Ukraine und im Gaza-Streifen, Spannungen zwischen dem Westen und Russland – kein gutes Umfeld für ein Börsen-Sommermärchen. Anleger müssen sich wohl auch in der neuen Woche auf Kursverluste einstellen.
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Aktienanleger müssen sich wohl auch in der neuen Woche auf Kursverluste einstellen. „Denn so wie die Investoren in Europa die Luft aus den Aktienbewertungen lassen wollen, könnten sie dies in den USA auch tun“, sagt Sarah Brylewski, Finanzmarkt-Expertin des Brokerhauses Ayondo. „Ein Blick auf die Bewertungen bei Facebook, Twitter oder dem Biotech-Sektor zeigt, wie hoch das Korrekturpotenzial ist.“

Marktanalyst Andreas Paciorek von Brokerhaus CMC Markets verweist zusätzlich auf die weiterhin ungelösten Konflikte in der Ukraine, im Gaza-Streifen und im Irak. Diese Woche büßte der Dax 4,5 Prozent auf 9210 Punkte ein. Das war so viel wie seit über zwei Jahren nicht mehr.

Es bleibe abzuwarten, ob die Schnäppchenjäger bereits in den Startlöchern für einen Wiedereinstieg in den Aktienmarkt stünden, oder ob mit weiteren Kursverlusten gerechnet werden müsse, betont Aktienhändler Markus Huber vom Brokerhaus Peregrine & Black.

Ein großes Thema auf dem Börsenparkett bleiben die wachsenden Spannungen zwischen dem Westen und Russland. Die Verschärfung der europäischen Sanktionen habe zwar kurzfristig kaum Einfluss auf die Konjunktur in der Euro-Zone, betont Asoka Wöhrmann, der die Investitionsentscheidungen bei Deutsche Asset & Wealth Management verantwortet. Dies könne sich aber ändern, sollten die Strafen längere Zeit bestehen bleiben oder Russland Gegenmaßnahmen ergreifen.

In den USA will Time Warner am Mittwoch seine Bücher öffnen. Hier dreht sich alles um die geplante 80 Milliarden Dollar schwere Offerte des Medienzaren Rupert Murdoch. Dessen Firma News Corp hat für Freitag die Bekanntgabe ihrer Zwischenbilanz angekündigt.

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