Wall-Street-Ausblick
Konjunktur stärkt Optimisten den Rücken

Die Kursgewinne an den US-Börsen dürften sich in der kommenden Woche fortsetzen. Mit dem Schuldenschnitt in Griechenland gibt es eine Sorge wenige, und die Wirtschaft dürfte für positive Impule sorgen.
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New YorkErmutigt von positiven Signalen aus der US-Wirtschaft dürften in der kommenden Woche die kauflustigen Anleger an der Wall Street die Oberhand behalten. Nach dem zuletzt nur kurz unterbrochenen Höhenflug des S&P 500 gehen viele Investoren davon aus, dass er auch in den kommenden Tagen noch einmal um die gefürchtete Korrektur herumkommt. Schließlich stieg das Börsenbarometer auch in der vergangenen Woche - und der schlechteste Handelstag des Jahres 2012 am Dienstag dürfte damit als Fehlalarm gedeutet werden. Vor allem vom Arbeitsmarktbericht nahmen die Investoren erfreuliche Nachrichten mit ins Wochenende und werteten auch den griechischen Schuldenschnitt als erfreulichen Schritt.

„Obwohl die Sorgen um Griechenland nicht verschwinden, ist zumindest der schlimmste Fall abgewendet worden“, sagte Leo Grohowski von BNY Mellon Wealth Management. Das hoch verschuldete Euro-Land hat mit einem Schuldenschnitt die unmittelbare Pleitegefahr gebannt. Knapp 86 Prozent der privaten Gläubiger stimmten dem Anleihentausch zu, womit die für die angestrebte Entlastung erforderliche Teilnahmequote von 90 Prozent aber knapp verfehlt wurde. Deshalb sollen die unwilligen Investoren nun zum Verzicht gezwungen werden. Der Internationale Derivateverband Isda stufte den Forderungsverzicht der privaten Gläubiger als Kreditereignis ein, der Kreditausfallversicherungen auslöst.

Doch dieser bittere Beigeschmack ging bisher in der Begeisterung der US-Anleger über die jüngsten Zahlen vom Arbeitsmarkt unter. Bereits den dritten Monat in Folge entstanden im Februar mehr als 200.000 Jobs - was es seit rund einem Jahr nicht mehr gab. Die Investoren sehen also die Zeichen der amerikanischen Wirtschaft auf Wachstum. In der kommenden Woche haben sie die Möglichkeit, in einer ganzen Reihe von Daten nach Bestätigungen für diese Hoffnung zu suchen.

So werden sie am Dienstag die Februar-Zahlen der Einzelhändler unter die Lupe nehmen. Die Branche soll Prognosen zufolge ein Prozent und damit deutlich mehr als im Januar gewachsen sein. Mit Blick auf die gestiegenen Ölpreise werden die Börsianer auch Inflationsdaten wachsam beobachten: Am Donnerstag werden die Erzeugerpreise, am Freitag die Verbraucherpreise veröffentlicht. Am letzten Handelstag der kommenden Woche stehen zudem Zahlen zum Verbrauchervertrauen im Fokus der Wall Street.

Für gute Stimmung auf dem Parkett sorgen auch Spekulationen, dass die US-Notenbank der Wirtschaft abermals mit Käufen von Staatsanleihen unter die Arme greift. Nach Hinweisen darauf können die Börsianer gleich am Dienstag fahnden, wenn die Fed nach dem Treffen ihres Offenmarktausschusses voraussichtlich eine Stellungnahme abgibt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Stell Dir vor, die Zockerwelt crasht und die Realwirtschaft lebt weiter!

  • Rin in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln und zwar immer wieder, bis zu Ermüdung bzw. bis zum Big Beng. Irgendwann ist es halt so weit. Bis dahin sollte man alle Verlautbarungen des ganzen Weltwirtschaftssystems nicht so ganz Ernst nehmen.

  • An Euyonimus: Herzlichen Dank für Ihre kompensierten Fakten. "Gefühlt" - hatte ich das auch - nun aber bin ich bestens informiert.

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