Wall-Street-Ausblick: US-Börsen steht Zahlenflut bevor

Wall-Street-Ausblick
US-Börsen steht Zahlenflut bevor

Die Wall Street macht den Bilanz-Check. Apple, Verizon, McDonald's, Procter & Gamble – das sind nur vier der 18 Schwergewichte, die kommende Woche ihre Zahlen vorlegen. Zudem gibt es ein Novum bei der US-Notenbank.
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New YorkDer Wall Street steht eine der hektischsten Wochen der laufenden Berichtssaison bevor. Außerdem kommt der Offenmarktausschuss der US-Notenbank Fed am Dienstag und Mittwoch zu seiner ersten Sitzung in diesem Jahr zusammen und wartet gleich mit einem Novum auf: Zum ersten Mal in ihrer fast 100-jährigen Geschichte wird das Federal Reserve Board Prognosen zur künftigen Zinsentwicklung in den USA geben. Weiter im Fokus der Börsianer dürfte die Schuldenkrise im Euro-Raum bleiben.

Es sind allesamt Börsen-Schwergewichte, die von Montag an ihre Quartalsberichte vorlegen werden. Den Anfang machen Texas Instruments und Halliburton. Am Dienstag folgen dann Apple, DuPont, Johnson & Johnson, McDonald's, Verizon und Yahoo. Für Mittwoch haben Boeing, ConocoPhilips und United Technologies ihre Zahlen angekündigt. Dann folgen 3M, AT&T, Starbucks und Time Warner Cable. Den Abschluss bilden am Freitag Chevron, Honeywell International sowie Procter & Gamble.

Die bisher vorgelegten Zahlen belegen, dass das vierte Quartal aus Firmensicht nicht so gut gelaufen ist wie die vorangegangenen. Bislang haben 70 der im S&p-500-Index gelisteten Firmen ihre Ergebnisse vorgelegt, nur 60 Prozent von ihnen übertrafen die Schätzungen von Analysten. Zum Vergleich: Im dritten Quartal hatten 68 Prozent der Unternehmen besser gewirtschaftet als erwartet, im zweiten Quartal waren es sogar 78 Prozent, wie Daten von ThomsonReuters zeigen. Für Enttäuschung sorgten in der jetzt zu Ende gegangenen Handelswoche Börsenschwergewichte wie General Electric, deren Zahlen hinter den Erwartungen geblieben waren.

Auf der makroökonomischen Seite dürfte vor allem die Fed von Interesse sein. Die Notenbanker wollen sich erstmals dazu äußern, wann mit einer Zinsentscheidung zu rechnen sein könnte. Experten gehen jedoch davon aus, dass die Notenbank den Leitzinskorridor von null bis 0,25 Prozent bestätigen wird. Aufschluss über die Lage der US-Konjunktur versprechen Daten vom US-Häusermarkt, die Arbeitslosenmeldungen. Außerdem werden erste Schätzungen des Handelsministeriums zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im vierten Quartal erwartet. Reuters und die University of Michigan legen zudem ihre neuesten Erhebungen zum Verbrauchervertrauen in den USA vor.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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