Wall Street
„Black Friday“ bringt US-Börsen auf Touren

Angetrieben vom „Black Friday“ schließt der Dow Jones am Freitag nach verkürztem Handel etwas höher. Es verwundert nicht, dass vor allem Papiere von Einzelhändlern gefragt sind.
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Frankfurt/New YorkHoffnungen auf ein starkes Weihnachtsgeschäft im US-Einzelhandel haben die Wall Street am Freitag angetrieben. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss nach verkürztem Handel an dem Brückentag nach dem Thanksgiving-Feiertag 0,1 Prozent höher auf 23.557 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 rückte um 0,2 Prozent auf 2602 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um 0,3 Prozent auf 6889 Punkte. Im Wochenvergleich ergab sich für den Dow und den S&P-Index jeweils ein Plus von 0,9 Prozent. Der Nasdaq legte auf Wochensicht um 1,6 Prozent zu.

„Die Konsumausgaben und der Online-Handel sehen gut aus und das schürt Hoffnungen auf starke Einzelhandelsumsätze“, sagte Ökonom Peter Cardillo vom Broker First Standard Financial. Der an Schnäppchenjäger gerichtete Aktionstag „Black Friday“ soll für klingende Kassen sorgen. In den Vereinigten Staaten gilt der Brückentag nach Thanksgiving seit langem als umsatzträchtigster Tag des Jahres. Kunden stehen oft Schlange vor den Geschäften.

Entsprechend legten sich Anleger Aktien von Einzelhändlern ins Depot: Macy's, Kohl's und Wal-Mart legten bis zu 2,1 Prozent zu. Aktien des Online-Rivalen Amazon erreichten ein neues Rekordhoch und kletterten um 2,6 Prozent. Auch der Unterhaltungselektronik-Einzelhändler Best Buy profitierte von der Nachfrage nach Sonderangeboten. Die Aktie verteuerte sich um knapp ein Prozent.

Europas Aktienanleger munterte der Optimismus in den deutschen Chef-Etagen auf. Der Dax schloss 0,4 Prozent höher auf 13.059 Punkten und schaffte damit ein Wochenplus von einem halben Prozent. Der EuroStoxx50 gewann zum Wochenschluss 0,3 Prozent auf 3582 Zähler.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 360 Millionen Aktien den Besitzer. 1708 Werte legten zu, 1063 gaben nach und 197 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 850 Millionen Aktien 1607 im Plus, 1231 im Minus und 228 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben bei dünnen Umsätzen nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 5/32 auf 99-7/32. Die Rendite stieg auf 2,3401 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 10/32 auf 99-25/32 und rentierte mit 2,7615 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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