Wall Street
Dow erreicht zwischenzeitlich Mehrjahres-Hoch

Die US-Börsen haben am Freitag angesichts neuer Hoffnungen auf eine baldige Pause im Zinserhöhungszyklus der Notenbank Fed und eine Dämpfung der Inflation Kursgewinne verbucht.

HB NEW YORK. Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, entstanden im April deutlich weniger neue Jobs als von Analysten erwartet. Investoren werteten die Zahlen als Indikator dafür, dass sich die US-Wirtschaft nicht überhitze und Gegenmaßnahmen der Fed wie eine weitere Erhöhung der Leitzinsen über Mai hinaus daher ausbleiben könnten.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Ende der Handelswoche um 1,21 Prozent fester bei 11.577 Punkten. Im Handelsverlauf am Freitag war er zwischen 11.440 und 11.586 Stellen gependelt und hatte damit erneut ein Sechs-Jahres-Hoch erreicht. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 1,03 Prozent auf 1325 Zähler zu. Der Technologie-Index Nasdaq stieg um 0,8 Prozent auf 2342 Punkte. Im Wochenverlauf legte der Dow um 1,9 Prozent, der S&P-500 um 1,2 Prozent und die Nasdaq um 0,9 Prozent zu.

Den Zahlen des Arbeitsministeriums zufolge entstanden im April in den USA 138 000 neue Stellen, Analysten hatten mit einer Zunahme um 200 000 gerechnet. Die Arbeitslosenrate lag unverändert bei 4,7 Prozent.

„Die Aktien erholen sich weiterhin in der Annahme, dass das mit der Notenbank bereits gelaufen ist. Das bedeutet in meinen Augen, dass es zumindest eine Pause nach einer weiteren Zinserhöhung geben wird“, kommentierte Peter Boockvar von Miller Tabak & Co. die bevorstehende Entscheidung der US-Notenbank zum Leitzins. Auch gute Unternehmenszahlen hätten sich positiv auf den Handel ausgewirkt.

Spekulationen auf ein baldiges Ende des Zinserhöhungszyklus kamen zinssensiblen Papieren wie denen von Bauunternehmen zu Gute: Die Aktien des Hausbauers Toll Brothers notierten um 4,08 Prozent fester bei 30,85 Dollar.

Zu den größten Gewinnern auf dem Parkett zählten die Anteilsscheine des Erdgasunternehmens El Paso die nach einem überraschend hohen Unternehmensgewinn um 12,53 Prozent auf 15,18 Dollar nach oben schnellten. Auch die Aktien des Versorgers PG&E notierten mit einem Plus von 3,4 Prozent deutlich fester bei 40,80 Dollar. Die Papiere der Investmentbank Lehman Brothers legten um 4,78 Prozent auf 74,97 Dollar deutlich zu.

Auch die Aktien des Nasdaq-Schwergewichts Microsoft verbuchten nach Bekanntgabe eines Unternehmenszukaufs Gewinne: Die Papiere des weltgrößten Software-Herstellers verteuerten sich um 1,54 Prozent auf 23,80 Dollar. Der Konzern will das US-Unternehmen Massive kaufen, das Werbung in Internet-Spielen schaltet.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,69 Milliarden Aktien den Besitzer. 2486 Werte legten zu, 849 gaben nach und 136 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,99 Milliarden Aktien 1914 im Plus, 1129 im Minus und 142 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel um 12/32 auf 95-11/32. Sie rentierten mit 5,108 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 23/32 auf 89-17/32 und hatten eine Rendite von 5,194 Prozent.

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