Wall Street
Finanz- und Industriewerte unter leichtem Druck

Die US-Börsen schließen im Minus. Neue Sorgen um die Konjunkturentwicklung in den Vereinigten Staaten überwiegen heute die Gewinne, die vor allem aus dem Rohstoffsektor kommen.
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New YorkDie New Yorker Aktienmärkte haben am Dienstag leichte Verluste verbucht. Zwar legten Titel aus dem Rohstoffsektor zu, nachdem der Ölpreis wieder anzog. Auf der anderen Seite trugen enttäuschend ausgefallene Regionaldaten aus der verarbeitenden US-Industrie zu Sorgen um die Konjunkturentwicklung bei.

Der Dow-Jones-Index schloss 0,2 Prozent tiefer bei 12.356 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,1 Prozent auf 1316 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank 0,5 Prozent auf 2746 Stellen.

Industriewerte gehörten zu den stärksten Verlierern und zogen den Markt nach unten. Auch Finanzwerte verloren unter dem Eindruck von Ermittlungen wegen umstrittener Hypothekengeschäfte, darunter in den USA gelistete Aktien der Deutschen Bank mit einem Minus von 0,6 Prozent. Der New Yorker Generalstaatsanwalt Eric Schneiderman verlangt Kreisen zufolge unter anderem von der Deutschen Bank und JPMorgan Chase mehr Informationen. JPMorgan-Papiere gaben 0,5 Prozent nach.

Im Fokus standen wegen des höheren Ölpreises auch die Aktien von Rohstoffunternehmen. Die Papiere von Occidental Petroleum, dem viertgrößten Öl-Unternehmen der USA, legten 3,6 Prozent zu. Öl- und Kupferpreise hatten angezogen, nachdem Goldman Sachs eine höhere Nachfrage prognostiziert hatte.

Im Sog der aktuellen Euphorie um junge Internetfirmen gelang der russischen Suchmaschine Yandex der größte Börsengang der Branche seit dem Google-Debüt vor sieben Jahren. Die beliebteste Suchmaschine Russlands sammelte 1,3 Milliarden Dollar ein und damit deutlich mehr als zunächst erwartet. Die Aktie schoss an der US-Technologiebörse Nasdaq 55 Prozent auf 38,84 Dollar in die Höhe. Erst vergangene Woche hatte das Karrierenetzwerk LinkedIn ein fulminantes Börsendebüt hingelegt.

Nach New Yorker Börsenschluss wurden Quartalszahlen von Applied Materials erwartet. Die Papiere lagen im Vorfeld 0,6 Prozent im Minus. Zudem wurde damit gerechnet, dass das US-Finanzministerium seinen 15-prozentigen Anteil am US-Versicherer AIG verkauft. AIG-Aktien notierten 1,4 Prozent schwächer.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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