Wall Street ist überverkauft
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Trotz der neuen Rekordpreise für Rohöl hat die Wall Street am Mittwoch kräftig zugelegt. Die zum Teil deutlich günstigeren Aktien durch den Kursverfall der vergangenen Wochen haben Investoren heute zum Kaufen veranlasst.

HB NEW YORK. Investoren an der Wall Street haben am Mittwoch nach den Kursverlusten der vergangenen Wochen zum Teil deutlich verbilligte Aktien gekauft und damit für steigende Notierungen gesorgt. Der Ölpreis erreichte zwar erneut ein Rekordhoch, blieb aber ohne größere Auswirkungen auf den Gesamtmarkt.

Der Leitindex Dow Jones überwand die psychologisch wichtige Marke von 10.000 Punkten und beendete den Handel in New York 1,1 Prozent im Plus auf seinem Tageshoch von 10 083,15 Zählern. Sein Tagestief lag bei 9 934,05 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 1,2 Prozent auf 1095 und die Technologiebörse Nasdaq zwei Prozent auf 1831 Zähler.

Der Preis für US-Leicht-Öl zur Lieferung im Oktober stieg am Mittwoch deutlich über die Marke von 47 Dollar je Barrel (knapp 159 Liter) und damit auf seinen höchsten Stand seit Beginn des Handels mit Öl-Futures vor 21 Jahren.

Nachdem Daten einen im Rahmen der Erwartungen liegenden Rückgang der Lagerbestände für Rohöl und Benzin in den USA bestätigten und der irakische Schiiten-Prediger Moktada al-Sadr seine Bereitschaft für eine Beendigung seines Aufstandes in Nadschaf signalisierte, gingen die Preise nur kurzzeitig etwas zurück.

Der Markt sei im Grunde überverkauft und profitiere von Käufen institutioneller Anleger, die auf großen Bargeldbeständen säßen, sagte Marktanalyst Larry Wachtel von Wachovia Securities. Allerdings könne ein weiterer Anstieg der Ölpreise dies rasch wieder umkehren. „Hier findet ohne Frage eine kleine Schnäppchenjagd statt“, sagte Stratege Marc Prado von Cantor Fitzgerald.

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