Wall Street
Mögliche Staatspleite wirft Schatten auf die Börse

Der Dow Jones schloss bei 12.491,61 Punkten, einem Plus von 0,36 Prozent. Aus China kamen positive Konjunkturmeldungen, die Aktien erholten sich nach einer Schlitterpartie. Dennoch haben Anleger Bedenken.
  • 0

Die US-Börsen haben am Mittwoch nach drei schwachen Handelstagen in Folge zur Erholung angesetzt. Allerdings schmolzen die Gewinne zum Handelsschluss wegen wieder aufkeimender Sorgen um eine bevorstehende Staatspleite deutlich ab.

Anleger fürchten, es könnte misslingen, dass der US-Kongress die staatliche Schuldenobergrenze von 14,3 Billionen US-Dollar anheben wird. Damit droht den USA die Staatspleite.

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial rettete ein kleines Plus von 0,36 Prozent und schloss bei 12 491,61 Punkten. Sein Tageshoch bei 12 611 Punkten hatte er zuvor der US-Notenbank zu verdanken gehabt, die zur weiteren Stützung der heimischen Wirtschaft bereit ist. Zudem waren aus China, der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft positive Konjunkturdaten gekommen.

Der breiter gefasste S&P 500 stieg um 0,31 Prozent auf 1317,72 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq erholte sich der Nasdaq-Composite-Index mit plus 0,54 Prozent auf 2796,92 Punkte. Die Aktien von Caterpillar waren Spitzenwert im Dow und profitierten laut Marktexperten von dem erfreulichen Wirtschaftswachstum in China. Sie gewannen 1,60 Prozent auf 108,64 US-Dollar und hatten sogar zeitweise bis auf 110,42 Dollar zugelegt.

Die Titel der Bank JPMorgan stiegen vor Zahlen um 0,58 Prozent auf 39,62 Dollar. Die Bank wird am Donnerstag ihren Quartalsbericht veröffentlichen. Die Citigroup folgt am Freitag. Deren Aktien stiegen im S&P-100-Index um ein Prozent.

Ein Zukauf belastete die Titel von Electronic Arts, die um 1,08 Prozent auf 23,91 Dollar fielen. Die UBS wertete es allerdings positiv, dass der Spiele-Spezialist PopCap Games übernimmt, um tiefer in die Welt der Online-Spiele vorzudringen. PopCap Games stellt etwa „Plants vs. Zombies“, „Bejeweled“ oder „Zuma“ her. Die Übernahme soll bis zu 1,3 Milliarden Dollar (900 Millionen Euro) kosten. PopCap sei eines der wichtigsten Entwicklungsstudios für Smartphones, soziale Netzwerke wie Facebook, PCs und Tablets, urteilten die Analysten der Schweizer Bank.

Die Aktien der News Corp gewannen 3,78 Prozent auf 15,93 Dollar. Der US-Medienkonzern von Rupert Murdoch hatte als Folge der Abhöraffäre sein Gebot für die Senderkette British Sky Broadcasting (BSKYB) zurückgezogen. Damit reagierte Murdoch auf eine Forderung der Londoner Politik.

Der Kurs des Euro hielt sich im New Yorker Handel stabil über 1,41 US-Dollar und notierte zum Aktienhandelsschluss bei 1,4141 Dollar. Auftrieb kam neben den Aussagen von Fed-Chef Ben Bernanke zur Entwicklung der US-Wirtschaft auch von der Ratingagentur Fitch. Diese hatte ihre positive Kreditwürdigkeitseinstufung von „AA-“ für Italien bestätigt. Richtungweisende zehnjährige Anleihen zeigten sich unverändert bei 102 1/32 Punkten und rentierten mit 2,883 Prozent.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Wall Street: Mögliche Staatspleite wirft Schatten auf die Börse "

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%