Wall Street
Rekordjagd und kein Ende?

Vor dem Start ins lange Wochenende hatten die Indizes in den USA deutliche Gewinne verzeichnet. In der kommenden Woche sehen Konjunkturdaten im Fokus der Anleger. Noch scheint es viele potenzielle Investoren zu geben.
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New YorkDie Börsen in den USA legen am Montag erst einmal eine Pause ein. Grund ist der nationale Feiertag Memorial Day. Am Freitag hatten die wichtigsten US-Indizes deutliche Zugewinne verzeichnet - unter anderem dank unerwartet guter Absatzzahlen am US-Häusermarkt. Der S&P 500 verzeichnete sogar den höchsten Schlussstand seiner Geschichte und ging mit 1900 Punkten aus dem Handel.

Der Dow-Jones-Index schloss bei 16.606 Punkten mit 0,38 Prozent im Plus. Die Technologiebörse Nasdaq gewann 0,76 Prozent und schloss bei 4185 Punkten. Auch im Wochenverlauf lagen alle drei Indizes im Plus: Der Dow gewann 0,7 Prozent, der S&P 500 1,2 Prozent und die Nasdaq 2,3 Prozent.

Die aktuellen Daten zum Immobilienmarkt sorgten für gute Stimmung. Die Zahl der verkauften Neubauten stieg im Vergleich zum Vormonat um 6,4 Prozent auf eine Jahresrate von 433.000 Einheiten. Von Reuters befragte Analysten hatten nur mit einem Anstieg auf 425.000 gerechnet.

In Europa dürfte sich zu Wochenbeginn wohl viel um die Ergebnisse der Europawahl drehen. Auch die Ukraine dürfte die hiesigen Kurse beeinflussen, während die US-Märkte zuletzt kaum auf die Meldungen aus der Ukraine reagiert hatten.

Am Dienstag werden Konjunkturdaten aus den USA erwartet: Die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich auf die Zahlen zu den US-Auftragseingängen langlebiger Güter im April. Commerzbank-Analyst Christoph Balz rechnet nach der kräftigen Zunahme des Auftragseingangs im März nun mit einer Stagnation.

Auf Unternehmensseite stehen nach Abschluss der Bilanzsaison zum ersten Quartal nur wenige potenziell kursbewegende Termine auf der Agenda. Einige Unternehmen wie die Deutsche Post oder die Porsche SE (jeweils Dienstag) laden zu ihren Hauptversammlungen. Der Bahntechnikkonzern Vossloh öffnet seinen Aktionären ebenfalls die Türen (Mittwoch): Der neue Aufsichtsrats-Chef und Großaktionär Heinz Hermann Thiele stellt sich den Fragen der Anteilseigner.

Der Blick auf die Stimmung der US-Privatanleger zeigt, dass es an den Märkten weiterhin ein großes Potenzial gibt: Mehr als 43 Prozent sind derzeit neutral eingestellt und vermutlich gar nicht investiert. Das ist der höchste Wert seit gut elf Jahren. Experten erwarten, dass diese Investoren wieder in den Markt einsteigen, sollte es neue Impulse. Das dürfte den neuen Trend dann verstärken.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Handelsblatt-Finanzkorrespondentin Katharina Schneider.
Katharina Schneider
Handelsblatt / Finanzkorrespondentin

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