Wall Street
Rezessionsangst reißt US-Börsen in Minus

Die anhaltenden Sorgen über die Folgen der US-Immobilienkrise haben die Wall Street kräftig ins Minus gedrückt. Die Aufmerksamkeit richtet sich nicht länger nur auf die Abschreibungen der Großbanken und Hypothekenfinanzierer, sondern nun auch auf die Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft. Der Dow Jones schloss so niedrig wie seit April nicht mehr.

HB NEW YORK. Die Subprime-Krise und ihre Folgen drücken weiter auf die Stimmung an den US-Börsen. Zudem ließ der Preis für US-Rohöl nahe 100 Dollar pro Fass die Anleger fürchten, dass den Verbrauchern weniger Geld für ihre Weihnachtseinkäufe bleibt und den Firmen die Gewinne schmelzen lässt.

Im Geschäftsverlauf pendelte der Dow Jones zwischen einem Hoch von 13 007 und einem Tief von 12 786 Zählern. Er verließ den Handel 1,62 Prozent im Minus bei 12 799 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index sank um 1,59 Prozent auf 1416 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 1,33 Prozent auf 2562 Punkte. In Frankfurt schloss der Dax 1,47 Prozent im Minus bei 7518,42 Punkten und gab damit seine Vortagesgewinne fast vollständig wieder ab.

An der Wall Street gerieten vor allem die Finanztitel unter Druck, da die Auswirkungen der Hypothekenkrise immer drastischere Ausmaße anzunehmen schienen. Goldman Sachs gaben rund 3,7 Prozent auf 209,50 Dollar nach, während die Papiere der American International Group 5,7 Prozent verloren.

Papiere von Countrywide Financal mussten Verluste von rund 8,4 Prozent hinnehmen, nachdem die Aktien bereits am Donnerstag bis zu 22 Prozent nachgegeben hatten. Auch die Titel des Immobilienfinanzierers Freddie Mac rutschten weiter ab - am Mittwoch um etwa 2,8 Prozent. Am Dienstag hatten sie bereits ein Viertel ihres Wertes eingebüßt.

"Es scheint immer mehr Hinweise zu geben, dass Finanzinstitute in größeren Problemen stecken als wir glauben", klagte Investment-Experte Peter Dunay von Leeb Capital Management in New York. Ähnlich äußerte sich auch Eric Kuby von North Star Investment Management in Chicago. "Das Epizentrum des Verfalls liegt bei den Finanzwerten", sagte Kuby. Doch die Aufmerksamkeit richte sich nicht länger nur auf die Abschreibungen der Institute, sondern nun auch auf die Folgen für die gesamte Wirtschaft.

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