Wall Street schließt schwächer
Die Fed-Spritze ist verpufft

Der Höhenflug ist vorbei: Einen Tag nach den Finanzspritzen mehrerer Zentralbanken ist die Wirkung des Effekts nun verpufft. Die US-Börsen schlossen am Mittwochabend schwächer, insbesondere die Finanzwerte belasteten einmal mehr den Kurs. Die Anleger bezweifeln, ob die Maßnahmen der Fed zur Überwindung der Krise ausreichen.

HB NEW YORK. Den Aktienmärkte belastete zudem ein neuer Höchststand beim Ölpreis: Ein Fass US-Leichtölkostete am Mittwoch erstmals mehr als 110 Dollar.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Minus von 0,38 Prozent bei 12 110 Punkten. Im Verlauf war er zwischen 12 092 und 12 303 Zählern gependelt. Der breiter gefasste S&P-500verlor 0,9 Prozent auf 1308 Stellen, der Index der Technologiebörse Nasdaq 0,53 Prozent auf 2243 Punkte. Am Vortag hatten Dow und Nasdaq die stärksten prozentualen Zuwächse seit fünf Jahren verzeichnet, der S&P den deutlichsten Gewinn seit Oktober 2002.

Zu den Verlierern in New York zählten Finanztitel. Die Aktie von Bear-Stearns schloss 2,2 Prozent tiefer bei 61,58 Dollar, nachdem sie im Handelsverlauf noch Gewinne verbucht hatte. Das Institut wies erneut Marktgerüchte zurück, es leide unter Liquiditätsproblemen. Dennoch konnte sich das Papier dem Negativtrend an der Börse nicht entziehen. Die Aktie des Rivalen Citigroup schloss 1,3 Prozent tiefer 21,21 Dollar.

Rapide abwärts ging es mit den Aktien des Krankenversicherers Humana. Sie verbilligten sich um knapp 14 Prozent, nachdem das Unternehmen seine Gewinnprognose für das Auftaktquartal um fast die Hälfte gekürzt hatte. Bei den Technologiewerten zählten die Titel des Telefonkonzerns AT&T zu den Verlierern. Sie verbilligten sich um 2,1 Prozent auf 35,32 Dollar.

Gegen den Trend entwickelte sich das Börsenschwergewicht Caterpillar. Der weltgrößte Baumaschinenhersteller hatte seine Umsatzprognose für 2010 angehoben. Caterpillar -Aktien kletterten um 3,6 Prozent auf 75,25 Dollar. Bei den Tech-Werten legte das Papier des US-Mobilfunkzulieferers Qualcomm um 0,8 Prozent auf 39,75 Dollar zu.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,56 Milliarden Aktien den Besitzer. 1187 Werte legten zu, 1969 gaben nach und 67 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,11 Milliarden Aktien 1253 im Plus, 1657 im Minus und 125 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 39/32 auf 100-12/32. Sie rentierten mit 3,453 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 59/32 auf 99-19/32 und hatten eine Rendite von 4,398 Prozent.

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